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Buch

Warum Antisemitismus?

11. April 2026
Urs Meier
Warschauer Ghetto 1943
Nach der Niederlage des jüdischen Widerstands im Warschauer Ghetto am 16. Mai 1943 werden die letzten Überlebenden von der deutschen Waffen-SS in die Vernichtungslager transportiert. Der Kommandierende des SS-Einsatzes, Brigadeführer Jürgen Stroop, legte diese Aufnahme dem Bericht an seine Vorgesetzten bei. Sie wurde 1945 beim Nürnberger Kriegsverbrecherprozess als Beweismittel verwendet. (Keystone/Str)

Um 1870 herum wurde aus Judenfeindschaft der rassistische Antisemitismus. Fünfzig Jahre später artete dieser dann bei den Nazis aus in radikalen Vernichtungswillen. Der Soziologe Armin Nassehi untersucht das erschreckende Phänomen in seinem neuen Buch.

An den Anfang seines grossen Essays stellt Nassehi einen bekannten Witz, der die in der Titelfrage anklingende Ratlosigkeit schlagend auf den Punkt bringt: Sagt einer, die Juden seien unser Unglück. «Nein, die Radfahrer», entgegnet ein anderer. «Wieso die Radfahrer?» «Wieso die Juden?»

Die Literatur über das Phänomen des Antisemitismus füllt ganze Bibliotheken. Ein religiös motivierter Antijudaismus war schon in der Antike virulent und hat die ganze Geschichte der Kirchen vergiftet. Für ihre angebliche Schuld an der Kreuzigung Jesu wurden die Juden als «Gottesmörder» gebrandmarkt und, weil sie Christus nicht als den erwarteten Messias anerkennen, als «verstocktes Volk» niedergemacht. Auf diese Weise ausgegrenzt, wurden sie zur Projektionsfläche für alle nur denkbaren Schreckensvorstellungen.

Moderne Antisemitismen

Erst im späten 19. Jahrhundert kam der moderne rassistische Antisemitismus auf und überlagerte den religiösen Antijudaismus. Im Furor der nationalsozialistischen «Endlösung» mit den sechs Millionen Ermordeten spielte das religiöse Motiv kaum mehr eine Rolle. Der exterminatorische Antisemitismus der Nazis entsprang der Wahnidee, die «völkisch» überhöhte Nation von den vermeintlich rassisch Fremden zu «reinigen». 

Nassehi konzentriert sich auf diesen modernen rassistischen Antisemitismus, der heute in zahlreichen Spielarten auftritt: Neben dem aus der bürgerlichen Welt des 19. Jahrhunderts hervorgegangenen und noch immer in der Mitte der Gesellschaft anzutreffenden Antisemitismus gibt es dessen radikalisierte Erscheinungsform einer völkisch-nationalistischen Perpetuierung des NS-Faschismus. Dem gegenüber steht ein linker Antisemitismus, der seine habituelle Kapitalismuskritik mit judenfeindlichen Stereotypen vermischt, sich zum Teil mit dem migrantisch-islamistischen Antisemitismus assoziiert und dem zur Mode degenerierten Postkolonialismus frönt. Nassehi komprimiert den irritierenden Befund in einem entlarvenden Satz: «Wie Linke ihren latenten Antisemitismus mit der postkolonialen Kritik am Zionismus entsorgen können, nutzen die zu Philosemiten gewandelten Bürgerlichen den migrantischen Antisemitismus zur Entlastung.»

Die Frage nach der sozialen Funktion

Um der gemeinsamen Wurzel – oder auch: der gemeinsamen «Logik» – dieses vielgesichtigen aktuellen Phänomens auf die Spur zu kommen, geht Nassehi zurück zu den Ursprüngen des modernen Antisemitismus im 19. Jahrhundert. Und zwar tut er dies mit der Frage nach dessen sozialer Funktion: Für welches Problem war Antisemitismus die Lösung? Nassehis Antwort hat im methodischen Duktus seiner Untersuchung zunächst die Form einer Hypothese. Deren Kurzform lautet: Antisemitismus hat mit dem ungeklärten westlichen Selbstverhältnis zu tun. Im ganzen Buch geht es eigentlich um nichts anderes als die Plausibilisierung dieser Hypothese.

Im 19. Jahrhundert sind Programmatik und Potenzial der geistigen Umwälzungen, die in Europa im 17. Jahrhundert Fahrt aufnahmen, auf breiter Front zum Durchbruch gekommen. Treiber des Prozesses war ein aufgeklärtes Bürgertum, das sich zu jener modernen Gesellschaft formierte, wie wir sie im Wesentlichen heute noch vor uns haben. Es entstand eine im Grundsatz (allerdings aber noch kaum in der Realität) egalitäre Ordnung, die weder Zentrum noch Spitze kannte. 

Zu dieser Modernität gehörte aufgrund des Gleichheitsprinzips zwingend auch das Programm der Emanzipation bislang marginalisierter und diskriminierter Gruppen einschliesslich der Juden. Emanzipationsprozesse waren in allen Fällen langwierig, führten aber in der Regel irgendwann zu Anerkennung und Partizipation. Nicht so bei den Juden. Auch wenn im späten 19. Jahrhundert zunehmend ihre gesetzliche Gleichstellung erreicht wurde, kam es paradoxerweise in der Zeit um 1870 zu einer Verschärfung des Antisemitismus.

Assimilation als Grund verschärfter Diskriminierung

Nassehi betont, dies sei nicht trotz, sondern wegen der rechtlichen Emanzipation der Juden geschehen. Die Juden waren im westlichen Europa um 1870 zumeist so assimiliert, dass sie nicht mehr auffielen. So gab es für die Mehrheitsgesellschaft eigentlich keine konkreten Erfahrungen, aus denen sich eine Einstellung gegenüber den Juden hätte bilden können. Alain Finkielkraut hierzu: «Je weniger ihr Erscheinungsbild ihre Herkunft verriet, desto schrecklicher wurden die Zauberkräfte, mit denen die antijüdische Meinung sie ausstattete.»

Der Jude war kein «fremder Fremder», sondern ein «eigener Fremder». Für die bürgerliche Welt kam das Jüdische nicht «von aussen». Es war als Äusseres schon immer innen und als Inneres schon immer draussen. Es war das unsichtbare Fremde, das als Assimiliertes zwar ganz und gar zu dieser Gesellschaft gehörte, aber als Fremdes trotzdem abgelehnt wurde. Der Antisemitismus hat zum Gegenstand etwas Eigenes, das man nicht loswird. Für Nassehi erklärt sich daraus unter anderem die Drastik der industriellen Vernichtung der Juden durch die Nazis. 

Prekäres bürgerliches Selbstverhältnis

Die Fremdheit dieses «eigenen Fremden», der als perfekt Assimilierter nicht auffällt, kann nicht festgestellt, sondern nur herbeiphantasiert werden. Denn diese Juden waren geradezu die Inkarnation von gediegener Bürgerlichkeit. Der «Jude ohne Eigenschaften» wurde zum Spiegel der Bürgergesellschaft, zur Projektionsfläche für deren ungeklärtes Eigenes, genauer: für deren von verdrängten Problemen belastetes Selbstverhältnis. Verdrängt war namentlich das Wissen darum, dass die hochgehaltenen und mit grossem Pathos beschworenen bürgerlichen Tugenden in der Realität höchst unzureichend gelebt und dass die hehren Grundsätze der aufgeklärten modernen Gesellschaft nur in geringem Mass befolgt wurden.

In diesem bürgerlichen Antisemitismus brach eine unter der gesellschaftlichen Oberfläche schlummernde Modernitätsskepsis durch. Zugleich gab er den obrigkeitstreuen Bürgern die Möglichkeit, Zustände von Gesellschaft und Staat gefahrlos zu kritisieren, indem die Juden für alles Schlechte verantwortlich gemacht wurden.

Antisemitismus bei Wagner, Marx und Schmitt

Nachdem Armin Nassehi seine Hypothese entfaltet hat, der moderne Antisemitismus sei im 19. Jahrhundert als «Lösung» für das problematische bürgerliche Selbstverhältnis quasi erfunden worden, schiebt er in seine Abhandlung drei umfangreiche Exkurse ein. Im ersten geht es um Richard Wagners berüchtigtes Pamphlet «Das Judenthum in der Musik», in welchem er vor allem auf den zum Protestantismus konvertierten Juden Felix Mendelssohn-Bartholdy zielt. Der assimilierte, gebildete, ja in diesem Fall auch künstlerisch hochtalentierte Jude ist für Wagner der Feind par excellence. Er unterstellt Mendelssohn, er sei gar kein wahrer Künstler, er simuliere das Künstlertum bloss. Wagners Argumentation fusst auf einer fundamentalen Kulturkritik, die das aus seiner Sicht Oberflächliche und Uneigentliche in der Kunst seiner Zeit anprangert – und genau diese Defizite identifiziert er mit einem angeblich jüdischen Charakterbild. 

Der zweite Exkurs widmet sich Karl Marx und seiner Schrift «Zur Judenfrage». Das Judentum sei «ein allgemeines gegenwärtiges antisoziales Element», heisst es da. Oder auch: der «Wechsel» sei der «wirkliche Gott des Juden», der «Schacher» sei der «weltliche Kultus des Juden», sein «weltlicher Gott (…) das Geld». Nassehi konstatiert im Blick auf die untersuchten Schriften von Wagner und Marx, man könne «beide in der Ähnlichkeit der Struktur ihrer Argumentation als jeweilige Begründer eines rechten und eines linken Antisemitismus verstehen.»

Besonders instruktiv ist der dritte Exkurs: Carl Schmitt, der Staatsrechtler und «Kronjurist der Nationalsozialisten», hat nach dem Ende des Dritten Reichs festgehalten: «Gerade der assimilierte Jude ist der wahre Feind.» Er betonte aber zugleich, diese Aussage sei keineswegs rassistisch – was nur heissen kann, dass es für ihn das Faktum der Assimilierung ist, welches die Juden zum «Feind» macht. Dazu muss man wissen, dass für Schmitt der Feind die essentielle Kategorie des Politischen ist: Nur durch die Identifizierung von Feinden wird das Politische wesentlich. Dass Schmitt nun ausgerechnet die Juden, und zwar die assimilierten, als Feind markierte, rührt daher, dass Assimilation als solche seinem politischen Feind-Prinzip diametral entgegensteht. Das assimilierte Judentum sah Schmitt als exemplarisch für jenen liberalen Individualismus, den er zutiefst verachtete. Für ihn musste der Staat eine wehrhafte, gewaltbereite, einheitliche Gemeinschaft sein; in allem anderen sah er nur Degeneration.

Innere Spannungen der Moderne

Die drei Exkurse sind Paradestücke einer geistesgeschichtlich informierten Gegenwartsanalyse, denn sie sind, obschon formal eigenständige kleine Monographien, passgenau in die Argumentationslinien des ganzen Essays eingefügt, welche perspektivisch in der Jetztzeit münden. Die so anvisierte Gegenwart ist gekennzeichnet von den inneren Spannungen der Moderne, in der es ein Wissen darum gibt, dass nichts auf sicheren Fundamenten steht. Hinzu kommen in jüngster Zeit multiple Krisen, die das Vertrauen in die Versprechungen der modernen Gesellschaft – individuelle Freiheit, soziale Teilhabe, politische Gestaltbarkeit – erschüttern und das immer schon gespannte Verhältnis ihrer Mitglieder zum «System» unter zusätzlichen Druck setzen.

Wer in dieser gesellschaftlichen Stresssituation als Repräsentant des Allgemeinen und der abstrakten Werte gilt, ist prädestiniert für soziale Ausgrenzung und Ächtung. Und das ist in geradezu idealer Weise der assimilierte, der «unsichtbare» Jude. Samuel Salzborn bezeichnet daher den Antisemitismus als «negative Leitidee der Moderne». Was den Antisemitismus aktuell von anderen Arten der Menschenfeindlichkeit unterscheidet, ist die Erzeugung einer inneren Fremdheit, man könnte auch sagen: einer Selbstentfremdung der Antisemiten, die an eine gesellschaftliche Prädisposition anschliesst – und deshalb ohne evidente Begründung wie von selbst funktioniert.

Antimoderne Rechte und antiwestliche Linke

Adressat dieses modernen Antisemitismus ist letztlich «der Westen», indem er sich wahlweise mit antiwestlichen und antimodernen Motiven amalgamiert. Bei den Rechten speist sich die politische Energie des Antimodernismus, wie von Wagner und Schmitt vorgespurt, aus dem Hass gegen die angebliche Bindungs- und Bodenlosigkeit des modernen Menschen. Ihr Hauptfeind ist nicht etwa die Linke, sondern die liberale Mitte. Beim rechten Vordenker Armin Mohler heisst es bezeichnenderweise: «… die Vorstellung eines autonomen ‘Individuums’, wie sie den Liberalen so am Herzen liegt, ist die schlimmste aller Abstraktionen.»

Antiwestliche Motive sind die manchmal verdeckte eigentliche Kraftquelle eines hierzulande «importierten» islamischen oder islamistischen Antisemitismus. Er hetzt gegen Juden und Israel mit einer simplifizierten und verzerrten Geschichte von der Gründung Israels, indem er diese zu einem «kolonialistischen Projekt» umdeutet. Jüdisch besiedelt wurde jedoch seit dem späten 19. Jahrhundert ein multiethnischer Raum, zu dem seit der Antike ohne Unterbrechung immer auch eine jüdische Population gehört hatte. Entgegen den historischen Tatsachen herrscht in islamischen Narrativen über die jüdische Besiedlung ein Muster, das der europäischen Kolonisierung von Teilen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas entlehnt ist – und demzufolge mit dem theoretischen Besteck des Postkolonialismus skandalisiert wird.

Dass die meisten islamischen Länder sich politisch und ökonomisch seit ihrer Gründung am Westen orientiert, dessen Werte aber in eklatanter Weise pervertiert haben, macht die Verkoppelung antisemitischer, antiisraelischer und antiwestlicher Energien erst recht explosiv. Ein historisches Schlüsselereignis für diese brisante nahöstliche Konstellation ist die islamische Revolution von 1979 in Iran, die ein westlich orientiertes diktatorisches Regime hinwegfegte.

Postkolonialer Diskurs

Der postkoloniale Diskurs hat sich einigermassen unübersichtlich entwickelt, was die Beurteilung der in ihm artikulierten Kritik an Israel erschwert. Frantz Fanon hatte den Kolonialismus noch als Verrat des Westens an seinen eigenen Idealen kritisiert. Die postkoloniale Theorie geht da entschieden weiter: Für sie sind diese «Ideale» nur ideologische Verschleierungen von Herrschaft und Ausbeutung. Ramón Grosfoguel, der in Berkeley Ethnic Studies lehrt, bezeichnet Israel gar als einen «Nazi-Staat», den die Hamas zu Recht zerstören wolle. Er ist mit dieser Sichtweise beileibe nicht allein.

Die postkoloniale Feindschaft gegen Israel wiederhole ein Motiv des bürgerlichen Antisemitismus des 19. Jahrhunderts, konstatiert Nassehi, denn aus ihrer Sicht sei «Israel offensichtlich selbst eine Art assimiliertes Mitglied der Staatengemeinschaft geworden». Postkolonialistisch gelesen heisst das, Israel sei genauso ein Kolonialist wie alle Staaten des Westens. 

In den gleichen Zusammenhang gehört die Zuschreibung, wonach Israel «weiss» sei – unter Absehung der multiethnischen (auch arabischen und afrikanischen) Zusammensetzung des israelischen Staatsvolks. Nassehi hierzu: «Israel (kann) nur dann vom Holocaust getrennt werden, wenn man die Juden Israels weltgesellschaftlich zu ‘Weissen’ macht.» Und weiter: «Israel ist für die Region jener Angriffspunkt, an dem sich das antiwestliche Ressentiment ohne grössere Anstrengung, heisst auch: ohne zu starke Bezugnahme auf die eigene Situation, heisst auch: gefahrlos darstellen lässt.»

Die Dämonisierung Israels steht auch für das prekäre Selbstverhältnis der Kritiker. Es trägt eine innere Zerrissenheit nach aussen und macht sein Objekt im Schmittschen Sinn zum Feind, also zu dem Gegenstand, der den Hass (und Selbsthass) zur Politik adelt und dadurch mit höchsten Weihen legitimiert.

Zum Ende hin nimmt sich Nassehi den postkolonial-linken Antisemitismus zur Brust und demontiert dessen Konstrukte und Narrative. In diesem Teil bekommt die über weite Strecken fordernde Lektüre des Buches auch vergnügliche Aspekte. Intelligente, fundierte Polemik kann man ja durchaus geniessen (wenn man nicht selber deren Ziel ist). 

Immun gegen Aufklärung

Doch zum Schluss wird das Buch nochmals ernst, bitterernst sogar. Der Antisemitismus sei, so konstatiert der Autor am Ende seines Essays, «eine so produktive Ressource, dass er offensichtlich immun ist gegen jede Form der Aufklärung». Bezüglich des von aussen kommenden Fremden gebe es zwar ermutigende Integrationserfolge, die man in den Metropolen des Westens besichtigen könne. «Das eigene Fremde dagegen bleibt fremd, weil es eben das Eigene ist.» Es als Fremdes akzeptieren und so ins eigene Selbst integrieren zu können, würde voraussetzen, als Person und als Gesellschaft zur eigenen Gespaltenheit zu stehen und sich nicht auf die zur Norm gewordene Fassade der Authentizität zu versteifen.

Das im Spätsommer und Herbst 2025 geschriebene Buch reagiert auf die Terrorattacke der Hamas vom 7. Oktober 2023, aber nicht auf die jüngsten Weiterungen des Gaza-Iran-Libanonkriegs. Viele der empirischen Forschungen, die der Autor referiert, wurden vor dem Hamas-Überfall erstellt. Solche Zeitbedingtheiten lassen einzelne Zustandsbeschreibungen und Akzentsetzungen unterdessen überholt erscheinen. Auch die Stellung Israels im Nahen Osten und in der Welt würde wohl aus heutiger Sicht teilweise nochmals anders und mit grösserer Ernüchterung dargestellt. – Aber das ist bei einer bis in die Jetztzeit reichenden Darstellung nicht anders möglich.

Dass die Geschichte nach Redaktionsschluss halt weitergelaufen ist, ändert nichts an der analytischen Kraft von Nassehis Essay. Der Schritt zurück, den er immer wieder tut, die historische Tiefe des entworfenen Bildes und das breite Panorama der unterschiedlichen, aber im Wesentlichen doch zusammenhängenden Phänomene machen das jüngste Werk Nassehis zu einer höchst instruktiven Lektüre. Auch wenn der Antisemitismus wohl tatsächlich aufklärungsresistent ist: über dessen Wesen ist Aufklärung immer notwendig. Dass sie auch möglich ist, hat Nassehi eindrucksvoll bewiesen.

Armin Nassehi: Anmerkungen zum Antisemitismus. Die Funktion der Judenfeindschaft und das westliche Selbstverhältnis. C. H. Beck 2026, 237 S.

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