Friedrich Merz ist an diesem Mittwoch genau seit einem Jahr Bundeskanzler. Inzwischen ist er noch unbeliebter als sein Vorgänger Olaf Scholz. Mit seiner Arbeit sind laut einer Umfrage des Instituts Forsa 85 Prozent unzufrieden, nur 13 Prozent sind zufrieden.
Nur 10 Prozent der Befragten glauben, dass es der Regierung gelingen wird, im Laufe dieses Jahres bei den Bürgern wieder deutlich an Vertrauen zu gewinnen. 81 Prozent glauben das nicht. Im Politiker-Ranking des Instituts Insa belegen Merz und Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) die hintersten Plätze.
Die nahe liegende Frage, ob es nicht besser wäre, diese Koalition zu beenden, wird von Merz vehement verneint. In der Tat gibt es zu ihr auch keine Alternative, wenn man keine Koalition mit der AfD eingehen will, was für die Koalitionäre und die Grünen nach wie vor ausgeschlossen ist. Auch Neuwahlen kommen für Merz nicht in Frage, weil sie das Land über Monate politisch lähmen würden und auch kein prinzipiell anderes Ergebnis als die jetzige Kräfteverteilung zu erwarten wäre.
Das Bild vom Dienstag, 5. Mai, entstand auf dem Wirtschaftstag des CDU-Wirtschaftsrates.