In Israel finden am Dienstag Parlamentswahlen statt. Im Bild zwei für Israel höchst untypische Wahlpartner: Links der bisherige Knesset-Abgeordnete und frühere Polizeioffizier Joav Segalovitz. Er kandidiert als jüdischer Politiker für die gemässigte arabische Raam-Partei, die von Mansour Abbas (rechts) geführt wird. Alle jüdisch geführten Knesset-Parteien lehnen im Wahlkampf eine mögliche Koalition mit einer arabischen Partei ab. Dies obwohl bei der Wahl mit hoher Wahrscheinlichkeit weder die bisherige Regierungskoalition Netanjahus noch der Oppositionsblock von Eisenkot eine Mehrheit der 120 Parlamentssitze gewinnen wird.
Deshalb ist nicht völlig ausgeschlossen, dass es bei den Verhandlungen nach der Wahl doch zu einem Regierungsbündnis kommen wird, bei der die arabische Raam-Partei in irgendeiner Form einbezogen wird. Es wäre nicht das erste Mal, wenn eine solche Lösung zustande käme.