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Staatsbesuch des südkoreanischen Präsidenten in Frankreich

Frankreich Südkorea
EPA/Yonhap

Anlässlich eines offiziellen Staatsbesuchs am 8. September 2026 führen der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung (Fünfter links) und Präsident Emmanuel Macron (Fünfter rechts) Gespräche im Élysée-Palast in Paris. Hauptthema sind gemeinsame Anstrengungen für die Öffnung der Strasse von Hormus.

Lee sagte in Paris auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Macron, er habe die Strasse von Hormus mit Macron im Rahmen umfassender Gespräche über internationale Sicherheitsfragen erörtert. «Südkorea und Frankreich haben vereinbart, ihre enge Abstimmung fortzusetzen, damit die Freiheit der Schifffahrt in der Strasse von Hormus und die Stabilität globaler Lieferketten rasch wiederhergestellt werden können», erklärte Lee.

Die Strasse von Hormus ist für Südkorea eine entscheidende Energie-Transitroute. Im vergangenen Jahr bezog das Land über diese Wasserstrasse 61 Prozent seiner Rohöl- und 54 Prozent seiner Rohbenzin-Importe.

Das südkoreanische Verteidigungsministerium teilte am Dienstag mit, es habe ein Inspektionsteam in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) entsandt, um die Sicherheitslage in der Region zu bewerten. Zugleich betonte das Ministerium, der Einsatz diene der Informationsgewinnung und setze keine Truppenentsendung voraus.

Die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete am Dienstag, das Team prüfe Bedingungen für mögliche Einsätze von maritimen Patrouillenflugzeugen des Typs P-8 auf dem Luftwaffenstützpunkt Al Dhafra in den VAE. 

Seoul hatte vergangene Woche erklärt, es prüfe verschiedene Optionen − darunter militärische Massnahmen −, um zur Freiheit der Schifffahrt in Hormus beizutragen. Zugleich aber wurden Berichte dementiert, wonach bereits eine Entsende-Entscheidung gefallen sei.

Der Schritt folgte auf den Beschluss von US-Präsident Donald Trump im August, die gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkoreas zu reduzieren. Er begründete dies unter anderem damit, dass Südkorea Washington im US-Iran-Konflikt nicht habe unterstützen wollen.

Ein Sprecher des iranischen Aussenministeriums warnte in dieser Woche, eine Beteiligung südkoreanischer Streitkräfte an Operationen im Golf oder in der Strasse von Hormus werde als «Unterstützung der US-Aggression» gewertet und habe schwerwiegende Konsequenzen.

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