Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz demonstrierte auf der Theresienwiese eine Viertelmillion Menschen gegen die iranische Mullah-Diktatur. Höhepunkt der Manifestation war ein Auftritt von Kronprinz Reza Pahlavi, dem Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien.
Pahlavi war zusammen mit seiner Frau Yasmine Pahlavi aufgetreten – aus Sicherheitsgründen hinter Panzerglas.
Die Demonstrierenden – doppelt so viele wie erwartet – forderten eine «Entfernung» von Religionsführer Ali Khamenei und die Einsetzung von Pahlavi als Übergangspräsidenten.
Die Demonstration fand bei regnerischem Wetter statt. Die Polizei bestätigte die Zahl von 250'000 Demonstranten und Demonstrantinnen. Die Organisation des Bündnisses «The Munich Circle» hatte gut 100'000 Manifestanten erwartet. Die Polizei betont, dass die Demonstration «aussergewöhnlich friedlich» verlaufen sei. Es habe sich um eine der grössten Manifestationen der letzten Jahre in München gehandelt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto «Menschenrechte und Freiheit in Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk».
An der Münchner Sicherheitskonferenz nahmen keine Mitglieder der iranischen Regierung oder des iranischen Staates teil. Weder der iranische Aussenminister noch andere offizielle Vertreter des Regimes reisten nach München. Aussenminister Abbas Araghchi war zunächst eingeladen worden, doch die Konferenz hatte diese Einladung angesichts des gewaltsamen Vorgehens der Regimes gegen Demonstrierende wieder zurückgezogen.