Vor der US-Botschaft in Seoul protestieren Südkoreanerinnen und Südkoreaner mit Plakaten und Sprechchören gegen Trumps Forderung, Südkorea solle sich mit der Entsendung von Kriegsschiffen am Schutz der Strasse von Hormuz beteiligen. Die Demonstration richtet sich generell gegen eine südkoreanische Beteiligung an diesem Krieg.
Trump hatte zuvor Länder, die auf Öltransporte über die Strasse von Hormus angewiesen sind, dazu aufgerufen, dort bei der Sicherung der Schifffahrt zu helfen. Auf seiner Plattform Truth Social hatte er geschrieben, dass China, Frankreich, Japan, Südkorea, Grossbritannien und andere Länder «hoffentlich» Kriegsschiffe entsenden würden.
Südkorea ist einer der grössten Energieimporteure weltweit und wie andere asiatische Länder sehr stark auf Öl und Gas aus der Golfregion angewiesen. Eine längerfristige Blockierung der Strasse von Hormuz würde das Land empfindlich treffen.
Seit dem Ende des Koreakriegs, der die Halbinsel in Nord- und Südkorea gespalten hat, besteht eine enge politische Bindung zwischen Südkorea und den USA. Letztere schützen das im Unterschied zum nördlichen Nachbarn nicht atomar bewaffnete Südkorea militärisch, insbesondere mit atomarer Abschreckung. Proteste gegen die USA sind daher in Südkorea immer höchst umstritten.