Die Verurteilung des Verlegers Jimmy Lai in Hongkong zu 20 Jahren Haft löst über Hongkong hinaus Unruhe aus. Am 10 Februar kam es deswegen auch in Taipeh, Taiwan, zu Protesten. Nach wie vor bedroht China die Eigenständigkeit Taiwans und erhöht den Druck insbesondere mit militärischen Manövern.
Der Verleger Jimmy Lai war eines der bekanntesten Gesichter der Demokratiebewegung in Hongkong. Mit seinen Zeitungen wurde er zum Millionär. Vor fünf Jahren wurde er von China verhaftet und sass fünf Jahre in Untersuchungshaft. Als britischer Staatsbürger hätte er nach England gehen können, lehnte dies aber ab. Die Verurteilung zu 20 Jahren Haft bedeutet für den 78-Jährigen, dass er das Gefängnis wohl kaum noch verlassen wird.