Mit Klebeband ändert am 7. April 2026 ein Mitarbeiter die Zahlen auf den Kraftstoff-Preisschildern an einer Tankstelle in Quezon City, Metro Manila, Philippinen. Nach Angaben der philippinischen Statistikbehörde (PSA) vom 7. April stieg die Gesamtinflation auf den Philippinen im März 2026 auf 4,1 Prozent, nach 2,4 Prozent im Februar 2026.
Zu den Hauptfaktoren, die laut PSA zu den jüngsten Inflationsraten beigetragen haben, zählen Lebensmittel, alkoholfreie Getränke, Wohnkosten, Wasser, Kraftstoffe und Transport. Die Sperrung der Strasse von Hormuz hat in den Philippinen schon Mitte März zu Lieferengpässen und stark gestiegener Inflation geführt. Die Philippinen beziehen 98 Prozent des Öls aus der Golfregion. Präsident Marcos Jr. hat daher bereits am 24. März den nationalen Energienotstand ausgerufen. Dieser ermöglicht für ein Jahr Treibstoff-Rationierungen und Massnahmen gegen Preiswucher. Bisher sieht es jedoch nicht danach aus, als hätte die Regierung damit die Preissteigerungen unter Kontrolle gebracht.
Ähnliche Probleme haben zurzeit alle südostasiatischen Länder. In Indonesien beispielsweise ist der aus Erdöl hergestellte Plastik knapp geworden.
In einem kommunalen Abfallrecyclingzentrum in Banda Aceh sortiert ein Arbeiter Plastikflaschenabfälle für das Recycling, das durch die Knappheit des Rohstoffs schlagartig an Bedeutung gewonnen hat. Der Generalsekretär des Zentralvorstands des indonesischen Marktverkäuferverbandes (DPP IKAPPI), Reynaldi Sarijowan, erklärte, dass die Kunststoffpreise aufgrund der Sperrung der Strasse von Hormus, einer wichtigen Seeroute für Rohöl zur Kunststoffherstellung, um bis zu 50 Prozent gestiegen seien. Auch importiertes Soja sei dramatisch knapp geworden.