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Italien

Gut gemeint, aber …

Mailand
Zwei Rauchende am Mittwoch in Mailand (Foto: Keystone/EPA/Matteo Corner)

In Mailand darf seit Anfang Jahr im öffentlichen Raum nur geraucht werden, wenn die Raucher und Raucherinnen einen Abstand von zehn Metern zu nicht rauchenden Personen einhalten. Wie das in der Praxis funktionieren soll, wissen auch die Gesetzgeber nicht. In Parks, Sport- und Spielplätzen sowie an Haltestellen ist das Rauchen bereits seit drei Jahren verboten. Wer gegen das Rauchverbot verstösst, muss eine Busse von zwischen 40 und 240 Euro bezahlen.

Italien gehört zu den Weltmeistern im Gesetze-Fabrizieren. Es gibt so viele, dass auch die Polizei oft nicht weiss, welches nun gilt. Das neue Rauchverbotsgesetz hat nun da und dort Spott ausgelöst. Wie kann ein Polizist nachweisen, ob eine rauchende Person, acht, neun oder zehn Meter neben einer nicht rauchenden steht? Müssen Polizeibeamte jetzt mit einem Meterstab Dienst leisten?, wird gespottet. Wieso nicht – wenn schon – ein totales, leicht überprüfbares Rauchverbot im Freien?, heisst es in Leserbriefen. 

Das Rauchverbot in Italien soll jetzt bald überall im Land eingeführt werden. 

Eine Streitfrage ist noch, ob das Rauchverbot auch für Terrassen und Aussenbereiche von Restaurants und Bars gilt. Die Bar- und Restaurantbetreiber laufen gegen eine solche Verordnung bereits Sturm.

Begründet wird das Rauchverbot mit der schlechten Luftqualität in Mailand und dem Jugendschutz. Und natürlich gibt es Ausnahmen. E-Zigaretten dürfen in Mailand weiter im öffentlichen Raum konsumiert werden.

Italien hat als eines der ersten europäischen Länder ein Rauchverbot in Restaurants durchgesetzt, mit Erfolg. Ob das neue Gesetz ein Erfolg wird, darf bezweifelt werden. 

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