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Fortgesetzte russische Angriffe auf ukrainische Wohngebiete und zivile Infrastruktur

Raketenangriff Kiew
Keystone/EPA, Sergej Dolschenko

Ukrainische Rettungskräfte arbeiten am Morgen des 14. Oktober 2026 am Schauplatz eines nächtlichen russischen Raketenangriffs auf ein Wohnhaus in Kiew. Mindestens zwei Person sind ums Leben gekommen, über zwanzig weitere sind verletzt, wie der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilt. Bei den fortdauernden Attacken auf Wohngebiete und zivile Einrichtungen handelt es sich um Kriegsverbrechen.

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist erneut von ballistischen Raketen aus Russland getroffen worden – und auch diesmal habe es keine vorherige Warnung der Verbündeten gegeben, beklagte die Staatsführung. Unmittelbar nach Auslösung des Luftalarms am späten Abend seien schon die ersten Explosionen in der Millionenmetropole zu hören gewesen, berichtete das ukrainische Nachrichtenportal «The Kyiv Independent». Laut Bürgermeister Vitali Klitschko sei ein neunstöckiges Wohngebäude getroffen worden und in Flammen aufgegangen, es gebe mindestens zwei Tote und mehr als zwanzig Verletzte.

Wie Präsident Wolodymyr Selenskyj in Sozialen Medien mitteilte, hatten die westlichen Verbündeten die Ukraine zuvor nicht vor dem Angriff gewarnt. «Russischer Angriff mit einer ballistischen Rakete auf Kiew. Wieder einmal keine Vorwarnung von unseren Partnern», schrieb Selenskyj. Das Hauptziel sei die Energieinfrastruktur gewesen, insbesondere das Heizkraftwerk CHP-4. Zu möglichen Opfern oder weiteren Schäden machte Selenskyj zunächst keine Angaben.

Wie schon am Vortag hätten die internationalen Partner auch diesmal keine Warnhinweise auf einfliegende Raketen gegeben, sagte der ukrainische Präsidentenberater Dmytro Lytwyn dem Bericht von «The Kyiv Independent» zufolge vor Journalisten. Auch die ukrainische Luftwaffe habe dies bestätigt.

Die Ukraine ist in ihrem Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg in hohem Masse auf westliche Geheimdienstinformationen angewiesen, insbesondere aus den USA. Dabei geht es um Warnungen vor russischen Angriffen sowie die Identifizierung eigener Angriffsziele.

Diese Notlage der Ukraine steht im Kontext der jüngsten Spannungen zwischen Kiew und Washington. US-Präsident Donald Trump hatte Ende vergangener Woche die ukrainische Regierung kritisiert und unter Druck gesetzt. Nach einem Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin hatte er angekündigt, Hunderttausende Tonnen Diesel aus Russland zu kaufen – und so faktisch die Sanktionen gegen Russland teilweise aufzuheben.

Dass die USA im Zuge dessen die Versorgung der Ukraine mit geheimdienstlichen Informationen eingestellt haben, ist nicht offiziell bestätigt. Allerdings hatte die Financial Times mit Verweis auf Offizielle in Europa am Sonntag berichtet, die USA hätten gedroht, diese Versorgung mit Informationen einzustellen, sollte die Ukraine nicht aufhören, Energieanlagen in Russland anzugreifen.

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