Es ist mittlerweile Usus: Wenn in Davos das Weltwirtschaftsforum (WEF) eröffnet wird, demonstrieren in Zürich linke Gruppierungen gegen diesen Anlass im Besonderen und den Kapitalismus im Allgemeinen. Dieses Jahr stand die Demonstration im Zeichen des Protests gegen den Besuch von US-Präsident Donald Trump in der Schweiz. Transparente mit der Aufschrift «Trump nicht willkommen» oder «Trump ins Gefängnis» setzten den Ton der bewilligten, am Ende ausartenden Demonstration. Das jährliche Treffen des Weltwirtschaftsforums findet vom 19. bis 23. Januar in Davos statt.
Seit 1971 lädt das WEF zum Jahrestreffen nach Davos. Die diesjährige Ausgabe wartet mit Superlativen auf: Erwartet werden über 3000 Teilnehmende aus 130 Ländern – so viele wie noch nie. Mehr als 400 Politiker reisen an, darunter 65 Staats- und Regierungschefs, allen voran US-Präsident Donald Trump. 850 Wirtschaftsbosse werden erwartet, darunter die Spitzen von Tech-Konzernen und Grossbanken. Aber auch Wissenschafter, NGO-Vertreter und rund 400 Medienvertreter reisen nach Davos.
Stargast ist Donald Trump. Er landet am Mittwoch, 21. Januar, auf Schweizer Boden und wird voraussichtlich zwei Tage bleiben. Mit ihm reist eine hochrangige Delegation, darunter Aussenminister Marco Rubio und Finanzminister Scott Bessent. Trumps Teilnahme am WEF erhält eine besondere Bedeutung, weil europäische Spitzenpolitiker ihn in Davos treffen wollen, um den Konflikt um Grönland, den Trump entfesselt hat und immer weiter anheizt, wenn immer möglich zu entschärfen.