Blick auf das Grosshotel «Bayerischer Hof» in München, wo heute Freitag die jährliche Münchner Sicherheitskonferenz eröffnet wird, die bis zum Sonntag andaudert. Dutzende von Regierungschefs und führende Politiker aus aller Welt nehmen an der Veranstaltung teil, an der über aktuelle weltpolitische Probleme und Perspektiven diskutiert wird. Vor einem Jahr hatte vor allem der amerikanische Vizepräsident J. D. Vance mit scharfer Kritik an den europäischen Verbündeten über mangelnde Verteidigungsanstrengungen und angeblich ungenügende Meinungsfreiheit hohe Wellen geworfen.
In diesem Jahr wird die US-Delegation in München von Aussenminister Mario Rubio angeführt. Man ist gespannt darauf, welche Themen und Töne er bei seinem Auftritt anschlagen wird. Manche Beobachter erwarten, dass Rubio den amerikanischen Standunkt und Trumps Weltsicht etwas diplomatischer zum Ausdruck bringen wird als der stets polarisierende Vance.
Bundeskanzler Merz wird im Rahmen der Konferenz auch mit dem französischen Präsidenten Macron und dem britischen Premier Starmer zusammensitzen. Bei diesem Treffen dürften nicht zuletzt die europäischen und ukrainischen Vorstellungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges in den Vordergrund gestellt werden.
Zur Sicherheit der Münchner Konferenz sind insgesamt um die 5000 Beamte im Einsatz. Auch Polizeibeamte aus Frankreich, Österreich und der Schweiz werden zur Unterstützung herbeigezogen.