Kämpfen diese Soldaten bald auf iranischem Boden? 3’500 US-Militärangehörige der 31st Marine Expeditionary Unit sind am Wochenende an Bord der USS Tripoli im Arabischen Meer eingetroffen. Laut einem iranischen Regierungssprecher würden angreifende amerikanische GIs «in die Hölle» geschickt und «zum letzten Mann vernichtet».
Die USS Tripoli ist ein amphibisches Angriffsschiff, das von Japan in den Nahen Osten verlegt wurde. Es ist bestückt mit 20 Kampfflugzeugen, Helikoptern sowie Landungsbooten und Amphibienfahrzeugen. In der Region befinden sich bereits 50’000 US-Soldaten und -Soldatinnen.
«Die iranischen Streitkräfte warten auf die Ankunft der amerikanischen Truppen und werden sie unter Feuer nehmen», erklärt der Präsident des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf. «Wir schiessen weiter. Unsere Raketen sind in Stellung. Unsere Entschlossenheit und unser Selbstvertrauen sind gewachsen», fügt er hinzu. «Während die USA von Verhandlungen sprechen, planen sie heimlich eine Bodeninvasion.»
Trumps Haltung zum Einsatz von Bodentruppen ist ambivalent: Einmal schliesst er einen Einsatz aus, ein andermal zieht er ihn in Betracht. Sollten die Iraner die Strasse von Hormuz weiter blockieren, steigt nach Angaben von Beobachtern die Möglichkeit einer amerikanischen Bodeninvasion.
Inzwischen feuern die Iraner als auch die Israeli weitere Raketen auf ihre Gegner ab. Israelische Kampfflugzeuge haben auch während des Wochenendes zahlreiche Angriffe auf die iranische Hauptstadt geflogen. Ein israelischer Militärsprecher sagte, Israel sei nur noch wenige Tage davon entfernt, «alle wichtigen Ziele» in Iran zu treffen. Die gemeinsamen US-amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran haben laut dem Roten Halbmond mindestens 1’900 Menschen das Leben gekostet.
Auch in Israel schlugen mehrere Raketen und Drohnen ein und richteten zum Teil schwere Schäden an. Den Iranern gelingt es immer häufiger, die israelische Flugabwehr zu düpieren. Auch die Huthis haben von Jemen aus erneut Raketen auf Israel abgeschossen und bedrohen im Roten und Arabischen Meer die internationale Schifffahrt.
Amerikanische Beamte erklären, der Krieg um Iran könne noch lange dauern.