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Die Moldau bleibt auf proeuropäischem Kurs

Wahl Moldau
Keystone/AP Photo, Vadim Ghirda

Die 92-jährige Fedora gibt in einer mobilen Wahlbox im Dorf Durlesti ihre Stimme für die Parlamentswahl in der Moldau ab. Bei dem richtungsweisenden Votum des moldauischen Volkes hat die proeuropäische Regierungspartei PAS ihre absolute Mehrheit verteidigt. Nach Auszählung fast aller Stimmen liegt sie deutlich vor dem prorussischen Patriotischen Block.

Bei der Parlamentswahl in der Republik Moldau hat die regierende proeuropäische Partei Aktion und Solidarität (PAS) um Präsidentin Maia Sandu ihre absolute Mehrheit verteidigt.

Nach Auszählung von mehr als 99,5 Prozent aller Stimmzettel gewann die PAS mit 50,3 Prozent der Stimmen die parlamentarische Mehrheit. Der russlandfreundliche Patriotische Block des früheren Staatschefs Igor Dodon kam auf 24,3 Prozent, wie die zentrale Wahlkommission auf ihrer Internetseite mitteilte.

Die Parlamentswahl in dem Agrarstaat zwischen EU-Mitglied Rumänien und der Ukraine gilt als richtungsweisend. Moldau mit seinen 2,4 Millionen Einwohnern ist seit 2022 EU-Beitrittskandidat. Die prowestliche Präsidentin Sandu hofft auf eine Mehrheit proeuropäischer Kräfte, um die Reformen für einen Beitritt zur EU fortzusetzen.

Sandu hatte zuvor Russland massive Einflussnahme im Wahlkampf vorgeworfen. Moldauische Behörden sprachen von russischem Stimmenkauf, Desinformation in sozialen Netzwerken und Cyberattacken.

Hoffnung auf einen Einzug ins Parlament, in dem 101 Sitze für vier Jahre zu vergeben sind, konnten sich auch die russlandfreundlichen Kräfte des Blocks Alternativa und der Partei Nostru des Geschäftsmanns Renato Usatii machen. Unerwartet schaffte auch die einst für eine Vereinigung mit Rumänien gegründete Partei PPDA nach Auszählung der ersten Stimmen den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde.

Die Wahlbeteiligung wurde mit gut 52 Prozent angegeben und lag damit höher als 2021 (48 Prozent). Der Ausgang der Abstimmung ist vor allem vom Urnengang der Diaspora im Ausland abhängig. Hunderttausende Moldauer leben in der EU, sie haben traditionell einen grossen Einfluss darauf, wer in ihrer Heimat regiert. Das vorläufige Endergebnis wird im Lauf des Montags erwartet.

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