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Das Fest der befreiten afrikanischen Sklaven in Panama

Congos in Panama
Keystone/EPA, Bienvenido Velasco

Das Congos-Fest in Portobelo, Panama, ist eine Feier des afro-karibischen Erbes mit Musik, Tanz, Theateraufführungen und symbolischen Kostümen. Der Kulturanlass ist verwurzelt in der Geschichte von Sklaverei, Widerstand und Emanzipation. Die Congos der Republik Panama leben in kleinen Dörfern und Städten an der Karibikküste. 

Einige der Congos sind direkte Nachfahren der Cimarrónes. Das sind Afrikaner, die sich aus der Sklaverei durch die Flucht in die Berge und Regenwälder befreiten. Nachdem sie ihre Freiheit erlangt hatten, errichteten die Cimarrónes sogenannte «Palenques», also befestigte Dörfer, von denen aus sie Raubzüge gegen spanische Siedlungen und Karawanen unternahmen.

Während der Kolonialzeit wurde der Begriff Congo als Sammelbezeichnung für Afrikaner verwendet und nicht als spezifischer Begriff für eine bestimmte ethnische oder religiöse Gruppe. Afrikaner aus fast allen Regionen des Kontinents, aus denen Menschen verschleppt wurden, kamen auf ihrem Weg zur Zwangsarbeit in den Gold- und Silberminen Perus und anderer Teile Amerikas durch Panama. 

Die Cimarrónes bildeten eine kulturell gemischte Gruppe, da sie sich aus Afrikanern verschiedener ethnischer Gruppen zusammensetzten. Sie heirateten auch andere in Panama geborene Schwarze und Mulatten sowie Indigene. Zur Verkehrssprache sowohl der Versklavten als auch der Cimarrónes wurde eine afrikanisierte Variante des Spanischen, die für die Sklavenhalter schwer zu verstehen war. Es handelte sich um eine eigentliche Geheimsprache, die aus Doppeldeutigkeiten, umgekehrten Bedeutungen mancher Wörter sowie einigen afrikanischen Wörtern und Redewendungen bestand. 

Sehr oft spannten die Cimarrónes – getreu dem Sprichwort «Der Feind meines Feindes ist mein Freund» – bei Aktionen gegen die Spanier mit Piraten zusammen. Nach mehreren Niederlagen sahen sich die Spanier gezwungen, Waffenstillstände mit den Cimarrónes zu schliessen und deren Freiheit sowie ihre Souveränität über Teile des Landes anzuerkennen. Die Cimarrónes strebten schliesslich danach, in ihren Palenques ein normales Leben zu führen.

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