Nepalesische Kinder schaukeln auf einer Bambusschaukel, die anlässlich des Dashain-Festes am 22. Oktober 2026 in Kathmandu aufgestellt wurde. Bambusschaukeln, die vor Ort als «Ping» bekannt sind, werden im ganzen Land zum Dashain-Fest aufgestellt, das an den Sieg der Götter über die bösen Dämonen erinnert. Zudem wird mit Tieropfern die Göttin Durga geehrt.
Dashain ist das bedeutendste hinduistische Fest im nepalesischen Kalender. Es wird ausser in Nepal auch in der nepalesischen Diaspora gefeiert, ebenso wie in Bhutan, Myanmar sowie in den nördlichen und nordöstlichen Regionen Indiens, die stark von der nepalesischen Kultur geprägt sind. In Nepal gilt das 15-tägige Fest als das grösste jährliche Ereignis des Landes; es findet im September oder Oktober statt. Ab dem ersten Tag verehren die Gläubigen die neun Erscheinungsformen der Göttin Durga. Während Dashain kehren Menschen aus dem ganzen Land und aus aller Welt nach Hause zurück, um mit ihren Familien zu feiern.
Wie in vielen Religionen und Kulten geht es auch im hinduistischen Dashain-Fest um die Auseinandersetzung mit dem Bösen und Lebensbedrohenden, die als Kampf von Göttern gegen Dämonen dargestellt wird. Mit dem kultisch repräsentierten Sieg der Götter wird periodisch die stets gefährdete Ordnung des Kosmos wiederhergestellt und gefestigt. Dashain ist deshalb im kürzlich von schweren Überflutungen verwüsteten Nepal ein Fest der Lebensfreude und Zuversicht.