Feuerwehrleute in der ukrainischen Stadt Charkiw bekämpfen nach einem russischen Raketenangriff den Brand eines Gebäudes. Nächtliche Attacken wie diese terrorisieren die Ukrainerinnen und Ukrainer unablässig, obschon zurzeit zwischen Moskau und Kiew wieder verhandelt wird. Russland fordert für eine Beendigung des mehr als vier Jahre andauernden Kriegs den Rückzug der Ukraine aus der von Putin beanspruchten Region Donezk – was die Ukraine ablehnt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einer Reise in die umkämpfte Region Donezk im Osten des Landes vor einer Frühlingsoffensive des russischen Militärs gewarnt. Diese werde gerade vorbereitet und es sei wichtig, dass die Verteidigungspositionen ausgebaut und die ukrainischen Soldaten gut ausgerüstet seien, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Dabei befand er sich in der Stadt Druschkiwka, gut zwanzig Kilometer von der Front entfernt.
Der US-Gesandte Steve Witkoff sieht Fortschritte bei den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine. Er erklärte, dass die Gespräche nach einem umfangreichen Gefangenenaustausch, der kürzlich zwischen Washington, Kiew und Moskau vereinbart wurde, weitergehen. In einem Beitrag auf X schrieb Witkoff, dass die Ukraine und Russland diese Woche einen weiteren Gefangenenaustausch durchgeführt hätten, bei dem tausend Personen zurückkehrten. Der Austausch sei Ergebnis der Gespräche, die während der trilateralen Verhandlungen in Genf mit den Vereinigten Staaten geführt worden seien.
Die USA könnten Finanzminister Scott Bessent zufolge weitere Sanktionen gegen russisches Öl aufheben. Es befänden sich Hunderte Millionen Barrel sanktioniertes Rohöl auf See, sagte Bessent dem Sender Fox Business. Durch eine Aufhebung der Sanktionen könne das Finanzministerium das Angebot ausweiten. «Wir prüfen das», fügt er hinzu.