Gewerkschaften verteilen in Buenos Aires kostenlose Mahlzeiten. Fast neun Millionen Menschen leben in Argentinien unter der offiziellen Armutsgrenze; fast zwei Millionen gelten als extrem arm. Unter Präsident Milei stieg die Armutsquote zunächst stark an, verringerte sich dann, ist aber immer noch hoch. Laut den letzten verfügbaren offiziellen Zahlen gelten über 28 Prozent der Bevölkerung als arm oder sehr arm.
Javier Milei übernahm im Dezember 2023 die Präsidentschaft. Aufgrund drastischer wirtschaftlicher Massnahmen stieg die Armutsquote zunächst auf über 52 Prozent. Durch die Anpassung des Wechselkurses stiegen Preise zunächst sehr schnell, während Einkommen und Renten nicht sofort mithielten. Danach ging die monatliche Inflation stark zurück und die Einkommen konnten wieder stärker mit den Preisen Schritt halten. Begünstigt wurde diese Entwicklung auch durch eine starke Reduktion der Staatsausgaben, was allerdings viele tiefgreifende soziale Probleme schuf.