In Berlin sind immer noch Zehntausende ohne Strom. Ursache ist ein Brandanschlag, der am frühen Samstagmorgen am Teltowkanal verübt wurde. Anfänglich waren 45’000 Haushalte und etwa 1700 Gewerbekunden in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde betroffen. Für die frierenden Bewohner wurden Notunterkünfte eingerichtet. Ein Teil der Anschlüsse konnte inzwischen wiederhergestellt werden.
Ein Bekennerschreiben legt die Vermutung nahe, dass der Anschlag von Linksterroristen verübt wurde. Die Reparaturarbeiten sind aufwendig und kompliziert. Man rechnet damit, dass die letzten Ausfälle erst am Donnerstag behoben sein werden. Während grosse Kliniken dank Notstromaggregaten den Betrieb aufrechterhalten konnten, sind zahlreiche Pflegeeinrichtungen und pflegebedürftige Personen in ihren Wohnungen weiterhin betroffen.
Der Angriff auf die kritische Infrastruktur zeigt einmal mehr die Verwundbarkeit Berlins. Im Frühling 2024 haben linksextreme Aktivisten der sogenannten Vulkangruppe die Autofabrik von Tesla in Grünheide mit einem Brandanschlag auf einen Strommast für knapp eine Woche lahmgelegt. Ein weiterer Anschlag Mitte September 2025 in Adlershof galt mehr als 1300 Unternehmen. Beide Male litten auch Zehntausende Privathaushalte unter dem Stromausfall.
Das Bild entstand am 5. Januar an einer Kreuzung der Potsdamer Chaussee.