Vor 50 Jahren ist Mao Zedong, der Gründer der Volksrepublik China, im Alter von 82 Jahren gestorben. An seinem Todestag, dem 9. September, pilgerte eine Schar von rund tausend Leuten zu seinem Monument in Maos Geburtsort Shaoshan in der Provinz Hunan (Bild) und feierte das Andenken des Staatsgründers. Dessen einbalsamierter Leichnam liegt in der Gedenkhalle des Volkes in Peking und wird jährlich von Millionen von Menschen besucht.
In den offiziellen chinesischen Medien werden Maos Leistungen und Verdienste als Staatsgründer, Nationalheld und Einiger Chinas im Zeichen des Kommunismus gewürdigt. Der rasante Aufstieg des Reichs der Mitte zu einer weltweit führenden Wirtschafts- und Militärmacht setzte in grossem Stil allerdings erst unter Maos Nachfolgern ein. Diese bekennen sich zwar weiterhin zur kommunistischen Ideologie und zur politischen Staatskontrolle unter einer Einheitspartei, haben in der Wirtschaft aber wesentliche Elemente eines kapitalistischen Unternehmertums eingeführt.