Benchmark Gewässerschutz

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Benchmark Gewässerschutz

Von Urs Meier, 26.05.2014

Werden «wir» – die Gesellschaft, die Politik – die grossen Bewährungsproben kommender Jahrzehnte bestehen? Es gab in jüngster Vergangenheit positive Beispiele.

Als Lektion in Umweltschutz (den Begriff gab es noch nicht) unternahm der Chemielehrer mit uns Mittelschülern eine Exkursion auf den Zürichsee. Vom Polizeiboot aus nahmen wir Wasserproben aus verschiedenen Tiefen. Befund: trostlos. Ein toter See. Das ist gut fünf Jahrzehnte her. Heute liefert der gleiche See Trinkwasser in bester Qualität. Dazwischen liegt eine politische Parforce-Aktion. Mit Milliardenaufwand wurden in der ganzen Schweiz Kläranlagen und Kanalisationen gebaut. Das Problem der Gewässerverschmutzung kann im Prinzip als gelöst gelten.

Was wird man in fünfzig Jahren konstatieren? Zersiedelung gestoppt? Verkehrsinfarkt kuriert? Finanzkrisen präventiv behoben? Klimaerwärmung eingedämmt? Trotz einigem Aktivismus zur Abwendung solcher Bedrohungen will kein Optimismus aufkommen. Was ist heute anders als bei der Gewässerverschmutzung der 1960er Jahre?

Sauerstoffarme Gewässer konnte man damals künstlich beatmen und den Eintrag düngender Stoffe stoppen. Nicht trivial, aber mit den gewohnten Mitteln politischen Handelns zu bewältigen. Im Vergleich dazu sind die genannten heutigen Phänomene hyperkomplex und grenzenlos. Nicht «Sachen» laufen aus dem Ruder, sondern Systeme. Ursachen und Reichweiten der drohenden Zusammenbrüche sind vielfach nur vage bekannt. Und je schwieriger die Probleme, desto überzeugter treten Bescheidwisser und Lobbys, aber auch Besorgte und Bewegte auf. In der Kakophonie der Stimmen gibt es keine Orientierung.

Was also tun? Autoritär Ruhe gebieten kann und soll man nicht. Etwas so Simples wie ein gordischer Knoten, den man durchhauen könnte, ist auch nicht in Sicht. Möglich, dass uns der eine oder andere Kollaps bevorsteht. Wahrscheinlich wäre es gut, sich das möglichst nüchtern einzugestehen – und dann die nötigen Vorkehren zur Milderung und Eindämmung allfälliger Zusammenbrüche zu planen, zu erläutern und umzusetzen. Solche Leistungen wären der des landesweit verwirklichten Gewässerschutzes ebenbürtig.

Kommentare

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Ich kann viel tun und genauso viel nicht tun, beides der Sache dienlich zu sein. Mit den Füssen mich mehrheitlich fortbewegen, meine Hobbies auf eigene Energien setzen, Unternehmen unterstützen die keinen Raubbau betreiben und im geschlossenen Kreis operieren, sowie meinen Fleisch- und Milch-Konsum möglichst auf Null herunterfahren und dafür auf gesundes Wasser achten, alles Dinge die ich selber in der Hand habe zu regeln und sofort einsetzbar sind. Mein Geld lokal und bürgernah investieren, keine Ausdehnung der bereits verbauten Bodenflächen, eher Abbau der versiegelten Oberschichten zu tätigen. Globale Investitionen in KVA's und ARA's und Bodenkundewissen "gratis" weltweit verteilen, angefangen in USA. Ist dies genug? Das weiss ich nicht!

"Klimaerwärmung eingedämmt"? Was soll das, so im nebenbei eine Neu-Religion als angekommen respektieren?

Nein, menschengemachte Klimaerwärmung gibt es nicht, nicht einmal von selbst könnte sich das thermodynamische System Erde/Atmosphäre erwärmen. Der Wärmezustand der Erde mit Atmosphäre ist bestens geregelt: Man darf nicht vergessen, dass Erde/Atmosphäre als fremdbeheiztes System ausschließlich von der Sonne jene Wärme erhalten, die das Leben hier so dringend benötigt. Kommt etwas mehr Wärme von der Sonne hier an, wird es wärmer - und umgekehrt. Wärmeinhalt der Erde/Atmosphäre (proportional Temperatur) und Wärmeabstrahlung derselben (proportional der 4. Potenz der Temperatur) sorgen dafür, dass die Situation hier sehr stabil ist. Steigen die Temperaturen auf der Erde um 1,0%, dann steigt die Wärmeabgabe ins All um 1,01 zur vierten Potenz, also um mehr als 4%. Es ist unmöglich dass es von selbst oder gar durch das Wirken der Menschen auf der Erde höhere Temperaturen geben könnte. Mangelnde Physikkentnisse der Klimaalarmisten können diese grundsätzlichen Gegebenheiten nicht aushebeln. Außerdem, weshalb sind die Bodentemperaturen auf dem Mond bei Sonnenschein deutlich höher als jene in den irdischen Sandwüsten?

Wo Licht ist, gibt es auch Dunkelheit.
Die Farben-Lehre! Spektralanalyse nennt man ja so was. Die sinnlich, sittliche Wirkung der Farben. (W. Heisenberg analysierte Goethe) Beeinflussung des Zeitgeistes durch weglassen oder ändern des Prima. Mischung oder totale Entmischung. Durch gezielte Brechung gewollt einzelne Farben zum Leuchten bringen! Da dominiert plötzlich grün wo es jedoch schon lange rot (blinken) sollte. z.B. Favela-Brasilien oder es grünt so grün wenn AKW`s fast kein CO² versprühn. (der Abbau von Uranerz natürlich nicht einberechnet, weggelassen) Beispiel: THIP oder TTIP oder TAFTA alles dasselbe! ISDS wird jedoch medial ausgeblendet und durch Chlorhühnchen ersetzt. Chlorhühnchen kann der Konsument selber verweigern…..ISDS bleibt letztendlich am Staat hängen…dem Steuerzahler. Auf das verwendete Prisma kommt es an, welche Farbe sichtbar wird und leuchtet. ……cathari

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