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Kommentar21

Wir Schweizer

10. November 2013
Klara Obermüller
Nein, nicht das Fehlen der Frauen in der vom Schweizer Fernsehen mit viel Aufwand produzierten Doku-Fiction-Reihe „Wir Schweizer“ gibt Grund zur Klage.

Grund zur Klage gibt vielmehr das Geschichtsbild, das hier, zumindest nach der ersten Folge zu urteilen, transportiert wird. Gewiss, es kommen Historiker zu Wort, die Mythen und Legenden in Frage stellen. Doch was im Gedächtnis haften bleibt, sind die Bilder. Und die erinnern fatal an die Zeiten der geistigen Landesverteidigung, als Filme wie „Landammann Stauffacher“ für den Zusammenhalt der Nation zu sorgen hatten. Nun ist Stauffacher auferstanden samt Bart und markigen Worten. Der Film erspart uns zwar die Rekonstruktion von Rütli-Schwur und Schlacht am Morgarten, aber ganz auf Tell und Eid kann er dann eben doch nicht verzichten. Und so fragt man sich zum Schluss: Was wollten die Macher eigentlich? Mythen zertrümmern oder Mythen zementieren? Ich vermute, sie wollten beides und damit zeigen, welche Rolle gerade Mythen im Selbstfindungsprozess unseres Landes gespielt haben. Dies wäre an sich ein löbliches Unterfangen gewesen. Gelungen ist es nicht.

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