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USA/Jemen

Und jetzt die Huthi

16. März 2025
USS Harry S. Truman
Ein amerikanisches Kampfflugzeug startet vom Flugzeugträger USS Harry S. Truman im Roten Meer zu einem Angriff auf die jementische Hauptstadt Sanaa. (Foto: Keystone/U.S. Navy via AP)

Donald Trump hat den von Iran unterstützten jemenitischen Huthi den Krieg erklärt. Amerikanische Kampfflugzeuge bombardierten mehrere Ziele in Jemen. Dabei kamen laut unbestätigten Angaben über 30 Menschen, auch Frauen und Kinder, ums Leben. Es war die grösste Militäroperation der USA im Nahen Osten seit Trumps Amtsantritt. Die Huthi schwören Vergeltung.

Trump erklärte, die Angriffe seien auch eine Warnung an die Adresse Irans. «Die Unterstützung für die Huthi-Terroristen muss SOFORT enden», schrieb er auf seiner Truth-Social-Plattform. Ausserdem warnte er Iran davor, die Vereinigten Staaten zu bedrohen: «Amerika wird euch zur Rechenschaft ziehen, und wir werden nicht nett sein!»

Seit mehr als einem Jahr führen die Huthi Angriffe auf Israel durch und bedrohen die Handelsschifffahrt im Roten Meer. So wollen sie die Angriffe auf die Hamas rächen. Nachdem im Januar ein Waffenstillstand im Gazastreifen erreicht worden war, setzten die Huthi ihre Angriffe aus, wollen sie aber jetzt wieder aufnehmen, da Israel die Lieferung von Hilfsgütern in den Gazastreifen blockiert. Vor allem israelische Schiffe wollen sie ins Visier nehmen.

Die amerikanischen Kampfflugzeuge greifen Ziele in ganz Jemen an, auch in und rund um die Hauptstadt Sanaa. Auch die Provinzen Saada, al-Bayda, Hajjah und Dhamar blieben nicht verschont. Nach dem Angriff auf ein Elektrizitätswerk in der nordwestlichen Stadt Dahyan fiel die ganze Nacht über der Strom aus.

Anis al-Asbahi, ein Sprecher des von den Huthi geführten Gesundheitsministeriums, sagte, 31 Menschen seien getötet und über 100 verletzt worden. «Die meisten von ihnen waren Kinder und Frauen», sagte er. Überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. 

Michael Waltz, Trumps Nationaler Sicherheitsberater, bezeichnete die Angriffe als «effektiv». «Wir haben die Huthi-Führung getroffen und mehrere ihrer wichtigsten Anführer getötet», sagte er dem Fernsehsender Fox. Er bezeichnete die Huthi als «im Wesentlichen Al-Kaida mit einer ausgeklügelten, von Iran unterstützten Luftabwehr mit Anti-Schiffs-Marschflugkörpern und Drohnen».

Der amerikanische Schlag gegen die Huthi findet nicht nur bei den Trumpianern Zustimmung. Ein solcher Schlag «ist seit langem überfällig», sagt General Kenneth F. McKenzie Jr., ein pensionierter Leiter des Zentralkommandos des Pentagon, in einem Telefoninterview mit der New York Times.

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