Direkt zum Inhalt
  • Politik
  • Kultur
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft
  • Medien
  • Über uns
close
Innovationen

Recycling und «Speise der Götter»

4. Januar 2026
Christoph Zollinger
Christoph Zollinger
Abfall PET-Fflaschen
Ein Sammelplatz für PET-Flaschen. Zahlreiche Firmen forschen und entwickeln Lösungen zum Abbau und zur sinnvollen Verarbeitung der gigantischen Plastikabfälle. (Foto: Keystone/EPA/YAHYA ARHAB)

Die guten Neujahrswünsche und -vorsätze können sich 2026 auch auf die gesteigerte Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsgebots in unserer unmittelbaren täglichen Umgebung beziehen.

Vergleichbar mit der Devise, bei der Diskussion um erneuerbare Energien nicht nur zu fordern, sondern auch zu handeln, gilt auch in der Industrie: nicht nur nach neuen Lösungen forschen, sondern sie auch bauen.

Neue Technologien

Immer wieder lesen und hören wir fatale Meldungen über die gigantischen Mengen von Plastikabfällen, die wir hinterlassen und die – aus dem Auge, aus dem Sinn – später beispielsweise die Oberflächen ganzer Meeresbuchten zudecken. Dieser gefährliche und unwürdige Zustand hat dazu geführt, dass Menschen genau nach obiger Devise handelten. Eines Tages entschied Samantha Anderson, Chemikerin von Beruf, aus ihrer Optik zu handeln: Mit ihrem chemischen Ansatz wollte sie Plastik in seine Einzelteile zurückführen. Zusammen mit Freunden gründete sie den Startup «DePoly» im Wallis, um das Problem anzupacken. Denn 90 Prozent des Plastikabfalls wurde damals nicht wiederverwendet.

Bekanntlich gibt es weltweit Firmen, die am Problem des sinnvollen PET-Recyclings forschen und Lösungen entwickeln. «DePoly» funktioniert bei Raumtemperatur und Normaldruck, also ohne Hitze oder hohen Energieeinsatz. Das spart Ressourcen und macht es einfacher, das Verfahren in grossem Massstab umzusetzen» (https://founded.ch/?s=Samantha+Anderson). Samantha Anderson sagt ergänzend, dass sie ausschliesslich mit einfachen, nachhaltigen Chemikalien arbeiteten – etwa Schwefelverbindungen aus Wein.

Verantwortung neu definiert

Was dieses Startup und seine ganze Crew so sympathisch macht, ist ihre gesellschaftsfokussierte Einstellung. Kenntnisse aus der Chemie sinnvoll einzusetzen ist das eine, ihre Überzeugung, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Verantwortung auch «darin sehen sollten, Lösungen aus dem Labor in die Welt zu bringen» das andere. Gegenwärtig wird in Monthey der Grundstein gelegt für die erste kommerzielle Anlage. Das Ziel: Jährlich zehntausende Tonnen Kunststoffabfall zu verarbeiten, nicht nur PET, sondern auch Textilien und Verpackungen – auf jedem Kontinent mindestens eine Anlage! So tönt «Startup»!

Schonender Bauen

Umdenken auch auf dem Bau! Der Startup «Oxara» hat einen innovativen Zementersatz entwickelt, der bis zu 90 Prozent weniger CO2 freisetzt. Gnanli Landrou (Co-Founder) erklärt: Hochwertiges Aushub- und Abbruchmaterial wird mit einem Beschleuniger-Pulver versetzt, damit der Beton schnell abbindet. Noch macht Landrou aus diesem Pulver – das aus natürlichen Mineralsalzen besteht – ein grosses Geheimnis, verständlich, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass ihn «die Entwicklung vier Jahre Forschung und zahlreiche schlaflose Nächte während seiner Doktorarbeit an der ETH Zürich gekostet hat» ((Migros-Magazin).

Das neue, umweltfreundliche Produkt ist in vier Varianten erhältlich: Je nach Bedarf kann unterschiedlich gewählt werden für Böden, Gewölbe, Wände oder Ziegelsteine. Führende Schweizer Baustoffhersteller zeigen sich interessiert. Bei 4,5 Millionen Tonnen Zement, welche die Schweiz für ihren Eigenbedarf herstellt ist der von Oxara angepeilte Marktanteil von drei bis vier Prozent nicht schlecht. Das Startup wird vom Migros-Pionierfonds unterstützt.

Durchschaut!

Die Plattform «Aeon» (https://aeon.life/en-ch/) bietet in weniger als einer Stunde Ganzkörper-MRI, kombiniert mit Analysen an, die es mit hochauflösenden Bildern des ganzen Körpers ermöglichen, schon im Frühstadium hunderte von Krankheiten zu erkennen. Damit lassen sich Tumore, Entzündungen, degenerative Veränderungen und weitere Anomalien frühzeitig, lange bevor Symptome auftreten, erkennen. Die Kombination Ganzkörper-MRI und Blutanalyse macht die Auswertung präziser, was «die Überlebenschancen beispielsweise im Fall von Tumoren um bis zu 90 Prozent erhöht».

Die Ergebnisse werden verständlich im Onlineportal aufbereitet und persönlich mit dem Chefarzt von «Aeon» besprochen. Bei Bedarf wird die Überweisung zu Fachärzten organisiert.

«Speise der Götter»

Das Phytopharmaka-Unternehmen Zeller, bekannt für pflanzliche Arzneimittel, lanciert mit «PhytoCacao Cardio» eine Schokolade – ein Nahrungsergänzungsmittel – und trägt damit der steigenden Bedeutung von Prävention und gesundem Lebensstil in unserem Alltag Rechnung. Georg Boonen, CEO der Zeller, erklärt: «Theobroma cacao» ist eine faszinierende Pflanze. Die darin enthaltenen Kakaoflavanole tragen zur Aufrechterhaltung der Elastizität der Blutgefässe bei» (NZZ am Sonntag, Sponsored Content Zeller).

«PhytoCacao Cardio» entstand dank einer Partnerschaft mit dem Schweizer Schokoladenunternehmen «Oro de Cacao», einem Schweizer Startup («Schokolade in ihrer reinsten Form – kompromisslos gut»). Das Produkt richtet sich an alle Menschen, die ihr Herz-Kreislauf-System unterstützen möchten. Studien mit Kakaoflavanolen zeigen, dass sich die Gefässfunktion rasch nach Einnahme verbessert.  Eine Tablette am Tag mit etwas Wasser einnehmen, so lässt sich das Nahrungsergänzungsmittel mühelos in jede Gesundheitsroutine integrieren. Kein Kalorienrisiko!

Letzte Artikel

Zwischen Sedisvakanz, Restauration und Staatsumbau

Reinhard Schulze 24. Februar 2026

Direkte Demokratie: Ist die Schweiz fit für die neue Weltordnung?

Tim Guldimann 24. Februar 2026

Überlebt in den Tunnels der Hamas

24. Februar 2026

Proteste wieder aufgeflammt

Reinhard Schulze 23. Februar 2026

Diplomatie im Vorraum des Krieges

Reinhard Schulze 23. Februar 2026

Frau Bundespräsidentin

Detlef Hartlap 22. Februar 2026

Newsletter abonnieren

Abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter!

Abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter!

Zurück zur Startseite
Leserbrief schreiben
Journal 21 Logo

Journal 21
Journalistischer Mehrwert

  • Kontakt
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Newsletter
To top

© Journal21, 2021. Alle Rechte vorbehalten. Erstellt mit PRIMER - powered by Drupal.