Die 10-Millionen-Initiative wird abgelehnt. Laut dem Schlussresultat haben 54,8 Prozent der Stimmenden gegen die SVP-Vorlage votiert. 13 von 23 Ständen sagen Nein zur Initiative. Die Zivildienst-Initiative kommt mit 53 Prozent Ja-Stimmen durch.
Wieder hat die SVP eine nationale Abstimmung verloren, und zwar unerwartet deutlich. Für eine Annahme der Initiative wären sowohl ein Volksmehr als auch ein Ständemehr erforderlich gewesen. Die Vorlage verlangte, dass die ständige Wohnbevölkerung vor 2050 unter zehn Millionen bleibt. Leben vor 2050 9,5 Millionen Menschen im Land, müssen Bundesrat und Parlament insbesondere im Asylbereich und beim Familiennachzug Massnahmen ergreifen.
Ebenfalls abgestimmt wurde über die Zivildienstinitiative. Dabei geht es darum, ob der Wechsel von der Armee zum Zivildienst erschwert werden soll. Laut der Hochrechnung sagten 53 Prozent der Stimmenden Ja zum Zivildienstgesetz.
Abgestimmt wird auch in mehreren Kantonen über kantonale und kommunale Vorlagen. Die Stadtzürcherinnen und -Zürcher mussten über insgesamt 20 Sachvorlagen entscheiden. Im Kanton Graubünden wurde die Regierung neu gewählt – und in Glarus der Landrat. Im Kanton Basel-Landschaft war eine Ersatzwahl in die Regierung anberaumt.