Jeder Musikliebhaber weiss, dass erst mit Mozart das goldene Zeitalter der Klarinette als Solo- und als Orchesterinstrument beginnt. Es gab zwar mehrere historische Vorläufer der Klarinette, doch der Glanz dieses Instruments wird erst in Mozarts Musik richtig hör- und erfassbar. Sein Klarinettenkonzert KV 622 gilt heute als die Krone der ganzen Gattung.
Sabine Meyer hat in ihrer langen Karriere dieses Werk oft interpretiert. Heute steht aber nicht dieses Konzert im Zentrum unserer Aufmerksamkeit, sondern eine Reihe schönster Klarinettenwerke, die Sabine Meyer mit ihrem «Trio di Clarone» realisiert hat. Hier kommt die Klarinette nämlich in ihren hohen Lagen wie auch als Bassetthorn zum Einsatz. In dieser Aufnahme haben die Musiker Werke aus Mozarts Spätzeit mit solchen von Johann Sebastian Bach kombiniert. Eine faszinierende Klangwelt ist so entstanden. Erschienen ist die cd bei SWR 2009.
Mozarts Faszination für das Instrument erscheint besonders schön in den Werken Adagio und Fuge in F KV 404a III, in seinem Adagio für Glasharfe KV 617a, im Adagio in F KV 410, in Adagio und Fuge in d KV 404 IV sowie in Adagio und Fuge in f KV 404a VI, die das Trio di Clarone hier eingespielt hat. Die Werke sind exemplarisch für die lebenslange Beschäftigung Mozarts mit Werken von Bach, bis zu seinem «Requiem».
Sabine Meyer hat 2025 den Abschluss ihrer Konzerttätigkeit angekündigt. Sie war weltweit für so viele ein Vorbild, dass wir auch in Zukunft für Klarinettenkunst auf höchstem Niveau nicht besorgt sein müssen.