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Oslo

Gegen sexuelle Gewalt

5. Oktober 2018
Journal21
Denis Mukwege, Nadia Murad (Foto: Keystone/AP/Christian Lutz)
Denis Mukwege, Nadia Murad (Foto: Keystone/AP/Christian Lutz)
Die aus dem Nordirak stammende Jesidin Nadia Murad und der kongolesische Arzt Denis Mukwege erhalten den diesjährigen Friedensnobelpreis.

Nach Angaben des norwegischen Nobelkomitees haben beide Preisträger einen wichtigen Beitrag geleistet, um die Aufmerksamkeit der Welt auf Kriegsverbrechen und sexuelle Gewalt zu lenken.

Die 25-jährige Uno-Sonderbotschafterin Nadia Murad war von Kämpfern des „Islamischen Staats“ (IS) drei Monate lang gefangen gehalten und vergewaltigt worden. Jetzt kämpft sie dafür, dass IS-Verbrecher strafrechtlich verfolgt werden. Murad lebt auf Einladung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Die Grünen) in Baden-Württemberg.

Die Jesiden sind eine religiöse Minderheit, der einige hunderttausend Menschen angehören, die im Nordirak, in Nordsyrien und im Südosten der Türkei leben. Der IS bezeichnet die Jesiden als „Ungläubige“. Das Jesidentum sei „eine heidnische Religion aus vorchristlicher Zeit“ und müsse ausgerottet werden.

Der Kongolese Mukwege war schon 2013 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden. Er ist vor allem in Bukavu tätig. Er gilt als Aktivist gegen sexuelle Gewalt und als führender Experte für die Behandlung von Verletzungen durch Gruppenvergewaltigungen.

Auf der diesjährigen Liste möglicher Friedensnobelpreisträger standen 216 Personen, auch die beiden koreanischen Präsidenten Kim Jong Un und Moon Jae in. Der Friedensnobelpreis, der in Oslo vergeben wird, ist mit gut einer Million Schweizerfranken dotiert.

(J21)

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