Mit bitteren Worten beklagt Donald Trump, dass ihm die europäischen Alliierten bei der Minenräumung der Strasse von Hormuz nicht beistehen. «Trump hat uns nicht einmal über den Beginn des Krieges informiert», heisst es in europäischen Hauptstädten. «Das ist nicht unser Krieg, wieso sollen wir ihm aus der Patsche helfen.»
Immer wieder hatte Trump die Europäer teils virulent angegriffen. Dass sie jetzt beitragen sollen, die von Iran verminte Strasse von Hormuz freizulegen, interpretieren Analysten als Zeichen dafür, dass es dem amerikanischen Präsidenten im Irankrieg nicht so läuft, wie er behauptet.
Kein europäisches Land hat sich bisher bereit erklärt, an der Entminung der Strasse von Hormuz mitzuwirken. Auch Deutschland hat Trump eine überraschend klare Absage erteilt. Die Haltung von Grossbritannien finde er «schrecklich», sagte Trump. Er sei darüber «not happy».
Bereits hat er deutlich gemacht, dass die Europäer und die Nato dafür einen Preis zahlen müssen. Die USA hätten «viel Geld für die Nato und den Schutz der Ukraine vor Russland ausgegeben». Vor allem sei er enttäuscht über Grossbritannien, «dem ältesten Verbündeten». Es wäre «sehr schlecht für die Zukunft der Nato», wenn die Sicherheit der Strasse von Hormuz nicht gewährleistet würde.
Die Europäer betonen, die Nato sei als transatlantisches Verteidigungsbündnis gegründet worden und habe nichts mit dem Nahen Osten zu tun.