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Musik der Woche

Das Paradies und die Peri

21. Juni 2026
Iso Camartin
Robert Schumann
Robert Schumann im März 1850, Zeichnung von Adolph Menzel nach einer Daguerreotypie von Johann Anton Völlner (Ausschnitt)

Peri ist der persische Name einer Fee. Sie ist das Kind eines gefallenen Engels und einer Sterblichen, das den Weg ins Paradies sucht. Robert Schumann (1810–1856) schrieb dieses weltliche Oratorium im Jahr 1843. 

Aufgrund ihrer unreinen Herkunft wird die Peri erst einmal vom Paradies ausgeschlossen. Sie bringt erste Opfergaben: der letzte Bluttropfen eines Freiheitskämpfers und der letzte Seufzer eines reuigen Verbrechers beim Anblick eines betenden Knaben. Damit erhält die Peri Zugang zum Paradies.

Es gibt in diesem Werk, das die Opuszahl 50 trägt, Passagen, die zum Schönsten gehören, was Schumann in seinem Leben in Musik verwandelt hat. Die Uraufführung fand noch im Jahr der Entstehung der Komposition 1843 unter Schumanns Leitung in Leipzig statt. Das Werk ist für Soli, Chor und Orchester geschrieben. Es ist allerdings eine sehr anpruchvolle Musik, sowohl für die Interpreten wie auch für das Publikum. Das ist nichts für Ungeduldige und Schnellfertige.

Ich empfehle die Aufnahme mit Dorothea Röschmann als Peri, Christoph Strehl als Erzähler, Malin Hartelius als Jungfrau, Rebecca Martin (Mezzosopran), Bernarda Fink als Engel, Christian Gerhaher (Bariton) als Gazna, Werner Güra (Tenor) als Jüngling. Es singt der Chor des Bayerischen Rundfunks. Es spielt das Orchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt. Die Aufnahme ist erschienen 2008 bei Sony BMG Music Entertainment.

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