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Friedensnobelpreis

Zwei Journalisten bekommen den Friedensnobelpreis

8. Oktober 2021
Journal21
Dimitri Muratow und Maria Ressa (Foto Keystone)
Dimitri Muratow und Maria Ressa (Foto Keystone)
Das zuständige norwegische Komitee hat am Freitag die Vergabe des Friedensnobelspreises 2021 an den russischen Journalisten Dmitri Muratow und seine philippinische Kollegin Maria Ressa bekanntgegeben.

Sie bekommen den Preis für ihre Bemühungen um die Wahrung der Meinungsfreiheit, die eine Voraussetzung für Demokratie und dauerhaften Frieden sei, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen. Mit ihrer Auszeichnung solle die Bedeutung des Schutzes der Meinungs- und Pressefreiheit unterstrichen werden.

Mitbegründer und Chefredaktor von «Nowaja Gaseta»

Dmitri Muratow gehört zu den Mitbegründern der Moskauer Zeitung «Nowaja Gaseta», einer der wenigen übrig gebliebenen nicht staatlich kontrollierten oder gelenkten Nachrichten-Publikationen in Russland. Der fakten-basierte Journalismus der Nowaja Gaseta und deren Integrität habe sie zu einer wichtigen Informationsquelle für die russische Gesellschaft gemacht, heisst es in der Erklärung des norwegischen Komitees.

Seit Gründung der Zeitung im Jahr 1993 sind sechs ihrer Journalisten getötet worden, so wurde 2006 die 48-jährige Anna Politkowskaja im Aufzug ihres Hauses in Moskau erschossen. (Siehe das Tagesbild von Journal 21)

2006 stieg der ehemalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow – er selbst ist Träger des Friedensnobelpreises – bei der «Nowaja Gaseta» ein.

Chefin des Nachrichtenportals «Rappler» 

Als Journalistin und CEO der Online-Nachrichtenseite «Rappler» habe sich die 58-jährige Maria Ressa in den vergangenen Jahren als furchtlose Vertreterin der Pressefreiheit gezeigt, befand das Friedenspreiskomitee. «Rappler» hat sich auf das umstrittene Regime von Duterte und dessen brutaler Anti-Drogen-Politik fokussiert, die auch extralegale Morde toleriert oder organisiert.

Rappler ist ein News-Startup, das als Facebook-Seite begann und innert kürzester Zeit zu einer der am meisten besuchten Nachrichtenwebsites des Landes avancierte.

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