Damals am 30. September

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Damals am 30. September

Von Journal21, 30.09.2019

Bergsturz bei Biasca - Geburt von Truman Capote - Geburt von Udo Jürgens - Tod von James Dean - Tod von Heiri Gretler - Tod von Hans-Peter Tschudi - Mohammed-Karikaturen

Herausgegriffen

30. September 1977: Tod von Heiri (Heinrich) Gretler, Schweizer Schauspieler. Er gehört neben Ruedi Walter, Alfred Rasser und Emil Hegetschweiler zu den bekanntesten schweizerischen Volksschauspielern seiner Zeit. Gretler wirkte in 120 Filmen mit. Einem breiten Publikum bekannt wurde er durch seine Rollen in den Filmen „Heidi“ (1952) und „Heidi und Peter“ (1955). Gretler, der auch im Zürcher Stadttheater und im Berliner Theater am Schiffbauerdamm auftrat, hatte auch tragende Rollen in Filmen der schweizerischen Landesverteidigung, so in „Füsilier Wipf“ und „Wachtmeister Studer“. Gretler starb einen Tag vor seinem 80. Geburtstag und ist auf dem Zürcher Friedhof Enzenbühl begraben.
30. September 1977: Tod von Heiri (Heinrich) Gretler, Schweizer Schauspieler. Er gehört neben Ruedi Walter, Alfred Rasser und Emil Hegetschweiler zu den bekanntesten schweizerischen Volksschauspielern seiner Zeit. Gretler wirkte in 120 Filmen mit. Einem breiten Publikum bekannt wurde er durch seine Rollen in den Filmen „Heidi“ (1952) und „Heidi und Peter“ (1955). Gretler, der auch im Zürcher Stadttheater und im Berliner Theater am Schiffbauerdamm auftrat, hatte auch tragende Rollen in Filmen der schweizerischen Landesverteidigung, so in „Füsilier Wipf“ und „Wachtmeister Studer“. Gretler starb einen Tag vor seinem 80. Geburtstag und ist auf dem Zürcher Friedhof Enzenbühl begraben.

Es geschah an einem 30. September

1512: Bei einem Bergsturz bei Biasca im Tessin sterben mehrere hundert Menschen.

1767: In Hamburg wird Lessings „Minna von Barnhelm" uraufgeführt.

1791: In Wien wird Mozarts „Zauberflöte" uraufgeführt.

1861: Geburt von William Wrigley, amerikanischer Kaugummihersteller. Allen Amerikanern mit Telefonbucheintrag lässt er vier Kaugummistreifen zukommen.

1862: Bismarck sagt: „Eisen und Blut werden die grossen Fragen der Zeit entscheiden.“

1882: Geburt von Hans Geiger, deutscher Physiker, Miterfinder des „Geigerzählers“.

1888: „Jack the Ripper“ bringt an einem Tag im Londoner East End zwei Frauen um. Er wird nie gefasst. Über seine Identität wird noch immer spekuliert. Insgesamt tötet er mindestens fünf Prostituierte.

1901: Geburt von Paul Thalmann, Schweizer Kämpfer im spanischen Bürgerkrieg, Journalist. Er stirbt am 16. März 1980.

1924: Geburt von Truman Capote, amerikanischer Schriftsteller (u. a. „Frühstück bei Tiffany“ 1958, „Kaltblütig“ 1965).

1933: In Zürich wird Robert Stolz’ „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ uraufgeführt.

1934: Geburt von Udo  Jürgens (Udo Jürgen Bockelmann), österreichischer Komponist, Pianist und Sänger. Er besass neben der österreichischen seit 2007 auch die schweizerische Staatsbürgerschaft und lebte in Zumikon (ZH). Er starb am 21. Dezember 2014 in Münsterlingen im Kanton Thurgau während einer Wanderung.

1938: Die Tschechoslowakei muss die Sudetengebiete ans Deutsche Reich abtreten.

1943: Geburt von Jean-Claude Killy, französischer Ski-Rennläufer.

1953: Die Schweizer Auguste und Jacques Piccard tauchen auf die Rekordtiefe von 3’150 Metern.

1955: Tod von James Dean, Jugendidol, Schauspieler, Rebell, Mädchenschwarm, Autonarr. Seine Hauptrolle im Film „... denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Rebel Without a Cause) machte ihn zum Weltstar. Für seine Rollen in „Jenseits von Eden“ (East of Eden) und „Giganten“ (Giant) erhielt er nach seinem frühen Tod einen Oscar. Er spielte an der Seite von Elizabeth Taylor, Natalie Wood, Rock Hudson und war mit Ursula Andress befreundet. Am 30. September 1955 sass er am Steuer seines silberfarbenen Porsche 550 Spyder. In der Abenddämmerung auf einem Highway nördlich von Los Angeles krachte er mit 90 km/h in einen brüsk abbiegenden Ford. Er wurde in den Strassengraben geschleudert und war sofort tot. (Foto: Keystone/AP)

1963: Tod von Emil Klöti, Schweizer Politiker (SP/ZH). 1902 trat er in die SP ein. 1916 und 1917 präsidierte er die Sozialdemokratische Partei der Schweiz. Von 1928 bis 1942 war er Stadtpräsident von Zürich. Er besiegte den demokratischen Stadtpräsidenten Hans Nägeli und verwandelte die Stadt in ein „rotes Zürich“. Klöti setzte sich für den genossenschaftlichen Wohnungsbau und für die „zweite Eingemeindung“ ein. Von 1919 bis 1930 sass er im Nationalrat, den er 1921/22 als erster SP-Nationalrat präsidierte. Von 1930 bis 1955 war er Zürcher Ständerat. Klöti gehörte dem gemässigten Flügel der SP an. 1929 und 1938 scheiterte seine Wahl zum Bundesrat am Widerstand der bürgerlichen Mehrheit. Seine Verdienste um die „Landi“ 1939 brachten ihm die Ehrendoktorwürde ein. 

1964: Geburt von Monica Belluci, italienische Filmschauspielerin, (u. a. „Bram Stoker’s Dracula“ 1992, „Lügen der Liebe“ 1996, „Pakt der Wölfe“ 2001, „Matrix Reloaded“ 2003, „Ricordati di me“ 2003).

1965: Putschversuch gegen den indonesischen Präsidenten Sukarno: Sechs führende Generäle werden ermordet. Wer für den Putsch verantwortlich ist, ist unklar. In einem rechtsgerichteten Gegenputsch werden zwischen 100’000 und einer Million vorwiegend Kommunisten unter Führung von General Suharto massakriert.

1968: Rollout in Seattle des Boeing Jumbo-Jets (Boeing 747).  Der Jungfernflug fand am 9. Feburar 1969 statt. Im Januar 1970 nahm Pan American den 747 in Betrieb. Insgesamt wurden über 1500 Stück ausgeliefert.

1977: Tod von Heinrich (Heiri) Gretler, Schweizer Schauspieler.

1980: Geburt von Martina Hingis, Schweizer Tennis-Spielerin.

1985: Tod von Charles Francis Richter, amerikanischer Seismologe, Miterfinder der nach oben offenen „Richterskala“ zur Bewertung der Stärke von Erdbeben.

1985: Bundesrat Kurt Furgler sagt im Nationalrat auf eine Frage von Markus Ruf von der Nationalen Aktion: „Ich passe mich dem Niveau ihrer Frage an und stelle das Pult tiefer.“

1986: Tod von Franz Burda, deutscher Verleger.

1995: Tod von Simone Signoret (Simone Henriette Charlotte Kaminker), französische Schauspielerin (u. a. „Die Teuflischen“ 1954, „Der Weg nach oben“ 1959, „Das Narrenschiff“ 1965), Oscar-Preisträgerin.

2002: Tod von Hans-Peter Tschudi

Tschudi war Bundesrat von 1959 bis 1973 (SP/BS). Er wurde anstatt des offiziellen (linken) SP-Kandidaten, des Schaffhausers Walther Bringolf, in die Landesregierung gewählt. Tschudi machte sein Departement, das Departement des Innern, zum wichtigsten in der Landesregierung. Er gilt als „Vater der AHV“, da er die 1947 eingeführte AHV wesentlich ausbaute (5. bis 8. AHV-Revision). Er entwickelte das Drei-Säulen-System, förderte die Ergänzungsleistungen und setzte sich für die Hochschulförderung ein. 1972 befürwortete er die Aufhebung des Jesuiten- und Klosterartikels. Tschudi galt als Arbeitstier und unterbreitete dem Parlament 164 Vorlagen. Das Bild zeigt ihn in den Fünfzigerjahren zusammen mit seiner Frau Irma. (Foto: Keystone/Photopress Archiv/RIA).
Tschudi war Bundesrat von 1959 bis 1973 (SP/BS). Er wurde anstatt des offiziellen (linken) SP-Kandidaten, des Schaffhausers Walther Bringolf, in die Landesregierung gewählt. Tschudi machte sein Departement, das Departement des Innern, zum wichtigsten in der Landesregierung. Er gilt als „Vater der AHV“, da er die 1947 eingeführte AHV wesentlich ausbaute (5. bis 8. AHV-Revision). Er entwickelte das Drei-Säulen-System, förderte die Ergänzungsleistungen und setzte sich für die Hochschulförderung ein. 1972 befürwortete er die Aufhebung des Jesuiten- und Klosterartikels. Tschudi galt als Arbeitstier und unterbreitete dem Parlament 164 Vorlagen. Das Bild zeigt ihn in den Fünfzigerjahren zusammen mit seiner Frau Irma. (Foto: Keystone/Photopress Archiv/RIA).

2005: Die dänische Zeitung Jyllands-Posten veröffentlicht zwölf Mohammed-Karikaturen.

2010: Hartes Vorgehen gegen Stuttgart-21-Demonstranten: 400 Personen werden verletzt, auch alte Leute.

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