Damals am 24. Februar

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Damals am 24. Februar

Von Journal21, 24.02.2019

Der gregorianische Kalender - Tod des „Schweizerischen Bismarcks“ - Durchstich am Simplon - Geburt von Pfarrer Ernst Sieber - Juan Perón wird Präsident - Beginn des 2. Golfkrieges

Herausgegriffen

24. Februar 1927: Geburt in Horgen von Ernst Sieber, evangelisch-reformierter Pfarrer, Leiter eines Sozialwerks und Autor mehrerer Bücher. Bekannt wurde er durch seinen Einsatz für Obdachlose, Drogensüchtige, Aidskranke, und die daraus hervorgegangene Stiftung Sozialwerke Pfarrer Sieber. (Foto: Sozialwerke Pfarrer Sieber)
24. Februar 1927: Geburt in Horgen von Ernst Sieber, evangelisch-reformierter Pfarrer, Leiter eines Sozialwerks und Autor mehrerer Bücher. Bekannt wurde er durch seinen Einsatz für Obdachlose, Drogensüchtige, Aidskranke, und die daraus hervorgegangene Stiftung Sozialwerke Pfarrer Sieber. (Foto: Sozialwerke Pfarrer Sieber)

Es geschah an einem 24. Februar

1500: Geburt von Karl V. (Karl von Habsburg), der letzte vom Papst bestätigte Kaiser (1519–1556), Kämpfer gegen die Reformation. 

1582: Einführung des gregorianischen Kalenders. Papst Gregor VIII. unterzeichnet die Bulle „Ad perpetuam rei memoriam“. Als letztes Land ersetzt China 1949 den julianischen Kalender durch den gregorianischen.

1704: Tod von Marc-Antoine Charpentier, französischer Komponist des Barock, bekannt für das „Te Deum“-Präludium (1688–1698), das als Erkennungsmelodie für Eurovisions-Sendungen eingesetzt wird. 

1786: Geburt von Wilhelm Carl Grimm, deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler, Sammler – zusammen mit seinem Bruder Jacob – von Sagen und Märchen.

1799: Tod von Georg Christoph Lichtenberg, Mathematiker, Dichter.

1815: Tod von Robert Fulton, amerikanischer Ingenieur. Im Auftrag Napoleons entwirft er die ersten wirtschaftlich nutzbaren Dampfschiffe sowie die „Nautilus“, das erste U-Boot der Welt. 

1848: Der letzte „König der Franzosen“ dankt ab. Louis Philippe von Orléans, der sogenannte Bürgerkönig, der immer mehr reaktionäre Züge annimmt, wird Opfer der „Februarrevolution“. Sein Nachfolger ist Charles-Louis-Napoleon Bonaparte, der vier Jahre Staatspräsident der Republik ist und sich dann als Napoleon III. zum Kaiser macht.

1868: Erstes Impeachment gegen einen amerikanischen Präsidenten. Das Repräsentantenhaus will Präsident Andrew Johnson des Amtes entheben. Der Senat spricht sich mit nur einer Stimme Mehrheit dagegen aus. Johnson war vorgeworfen worden, er sei Alkoholiker und verfüge über zu viel Macht. Er war es, der den Russen Alaska abkaufte.

1871: Charles Darwins Hauptwerk erscheint: „Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl“ (1871).

1876: In Christiania (Oslo) wird Henrik Ibsens „Peer Gynt“ uraufgeführt.

1899: Tod von Emil Welti, Schweizer Bundesrat von 1867 bis 1891 (FDP/AG). Welti war einer der einflussreichsten Politiker seiner Zeit. Er war massgeblich an der Totalrevision der Bundesverfassung von 1874 beteiligt. Er vereinheitlichte nach dem deutsch-französischen Krieg die Armee und verhalf der Gotthardbahn zum Durchbruch. Unterstützung erhielt er von Alfred Escher. Während seiner 24-jährigen Amtszeit stand er vier Departementen vor. Wegen seines Schnauzes und seiner deutschfreundlichen Haltung wurde er der „schweizerische Bismarck“ genannt. Er war sechs Mal Bundespräsident. 

1903: Geburt von Franz Burda, deutscher Verleger, Gründer des Burda-Verlages.

1905: Durchstich am Simplon. Der fast 20 km lange Tunnel Simplon I wird am 19. Mai 1906 in Betrieb genommen. Wegen Wassereinbrüchen und Streiks hatten sich die Bauarbeiten stark verzögert. 

1920: Hitler verkündet im Münchner Hofbräuhaus das 25-Punkte-Programm. Dieses fordert einen totalitär regierten Staat.

1925: Tod von Karl Hjalmar Branting, schwedischer Politiker, Träger des Friedensnobelpreises 1921.

1927: Geburt in Horgen von Ernst Sieber, evangelisch-reformierter Pfarrer, Leiter eines Sozialwerks und Autor mehrerer Bücher.

1938: Geburt von Philip Knight, amerikanischer Unternehmer, Gründer des Sportartikel-Herstellers „Nike“ (1972). 

1946: In Argentinien wird Juan Domingo Perón mit 56 Prozent der Stimmen zum Staatspräsidenten gewählt. Das Bild, das ihn zusammen mit Eva Duarte (Evita) zeigt, hängt im Museo del Bicentenario in Buenos Aires. 1955 wird Perón vom Militär gestürzt. Kurz vor seinem Tod 1973 wird er erneut Staatspräsident.

 

 


1949: Israel schliesst mit Ägypten einen Waffenstillstand.

1955: Geburt von Steve Jobs, Apple-Guru. Er stirbt am 5. Oktober 2011.

1955: Geburt von Alain Prost, französischer Formel 1-Rennfahrer, vierfacher Weltmeister (1985, 1986, 1989, 1993).

1959: Tod von Emil Lohner, Schweizer Politiker (FDP/BE), Fürsprecher, Präsident der Freisinnig-Demokratischen Partei der Schweiz (FDP) von 1914 bis 1918. 1902 wird er in den Nationalrat gewählt, dem er bis 1927 angehört. Von 1909 bis 1928 ist er Berner Regierungsrat. Von 1923 bis 1927 ist er Verwaltungsratspräsident der Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn sowie der Schweizerischen Mobiliar. Lohner gilt als Brückenbauer zwischen der deutschen und französischen Schweiz. 

1973: Geburt von Philipp Rösler, deutscher FDP-Bundesvorsitzender von Mai 2011 bis Dezember 2013, Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Technologie (2011–2013). 

1975: Tod von Nikolai Bulganin, Ministerpräsident der UdSSR von 1955 bis 1958.

1980: In Israel wird der Schekel eingeführt.

1991: „Operation Desert Storm“: Der Krieg gegen den Irak beginnt. Als Folge dieses zweiten Golfkrieges annulliert der Irak die Annexion Kuweits. (Als 1. Golfkrieg wird der iranisch-irakische Krieg von 1980 bis 1988 bezeichnet.)

2008: Die Schweizer Stimmberechtigten lehnen die Eidgenössische Volksinitiative „Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten“ mit rund 68% Nein-Stimmen ab. Kein Kanton befürwortet die Vorlage. Die Unternehmenssteuerreform II wird mit 50,5% gutgeheissen. 

2011: Der libysche Präsident Ghadhafi beschuldigt al-Kaida des Aufstandes. Die Schweiz sperrt Ghadhafi-Gelder.

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