Damals am 20. November

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Damals am 20. November

Von Journal21, 20.11.2019

Tod von Leo Tolstoi - Geburt von Heiner Gautschy - Beginn des Franquismus - Beginn der Nürnberger Prozesse - Zürich gegen Frauenstimmrecht - Sadat anerkennt Israel - Amoklauf in Emsdetten - Zusammenstösse in Kairo - Tod von Dieter Hildebrandt

Herausgegriffen

20. November 1945: Im Justizpalast in Nürnberg beginnen die Prozesse gegen die wichtigsten deutschen Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkrieges. Der Hauptprozess vor dem von den USA, Grossbritannien und Frankreich eingerichteten Internationalen Militärgerichtshof dauert bis zum 1. Oktober 1946. Auf der Anklagebank vordere Reihe von links: Hermann Göring, Rudolf Hess, Joachim von Ribbentrop, Wilhelm Keitel, Ernst Kaltenbrunner, Alfred Rosenberg, Hans Frank, Wilhelm Frick, Julius Streicher und Walther Funk. Hintere Reihe von links: Karl Dönitz, Erich Raeder, Baldur von Schirach, Fritz Sauckel, Alfred Jodl, Franz von Papen, Arthur Seyss-Inquart, Albert Speer und Konstantin van Neurath. Zwölf Angeklagte werden zum „Tod durch den Strang“ verurteilt, drei erhalten „lebenslänglich“. Hermann Göring und Robert Ley töten sich vor der Vollstreckung des Urteils selber. Martin Bormann (in Abwesenheit zum Tod verurteilt) war die Flucht gelungen, seine Leiche wird 1972 bei Bauarbeiten in Berlin gefunden. Zwölf Nachfolgeprozesse dauern bis zum 14. April 1949. (Foto: Keystone)
20. November 1945: Im Justizpalast in Nürnberg beginnen die Prozesse gegen die wichtigsten deutschen Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkrieges. Der Hauptprozess vor dem von den USA, Grossbritannien und Frankreich eingerichteten Internationalen Militärgerichtshof dauert bis zum 1. Oktober 1946. Auf der Anklagebank vordere Reihe von links: Hermann Göring, Rudolf Hess, Joachim von Ribbentrop, Wilhelm Keitel, Ernst Kaltenbrunner, Alfred Rosenberg, Hans Frank, Wilhelm Frick, Julius Streicher und Walther Funk. Hintere Reihe von links: Karl Dönitz, Erich Raeder, Baldur von Schirach, Fritz Sauckel, Alfred Jodl, Franz von Papen, Arthur Seyss-Inquart, Albert Speer und Konstantin van Neurath. Zwölf Angeklagte werden zum „Tod durch den Strang“ verurteilt, drei erhalten „lebenslänglich“. Hermann Göring und Robert Ley töten sich vor der Vollstreckung des Urteils selber. Martin Bormann (in Abwesenheit zum Tod verurteilt) war die Flucht gelungen, seine Leiche wird 1972 bei Bauarbeiten in Berlin gefunden. Zwölf Nachfolgeprozesse dauern bis zum 14. April 1949. (Foto: Keystone)

Es geschah an einem 20. November

1531: Zweiter Kappeler Landfrieden. In dem im Weiler Deinikon bei Baar (ZG) geschlossenen Vertrag zwischen den reformierten und den katholischen Kantonen wird eine weitere Ausbreitung der Reformation in der deutschen Schweiz verhindert.

1784: Geburt von Marianne von Willemer, österreichische Tänzerin, Freundin von Goethe.

1803: Der deutsche Räuber Schinderhannes wird in Mainz zum Tode verurteilt und am nächsten Tag hingerichtet.

1858: Geburt von Selma Lagerlöf, schwedische Schriftstellerin. Als erste Frau erhält sie 1909 den Literaturnobelpreis (u. a. „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ 1906). Das Bild zeigt sie als 23-Jährige.

 

1886: Geburt von Karl Ritter von Frisch, österreichischer Verhaltensforscher, der die „Sprache“ der Bienen untersucht, Nobelpreis-Träger für Medizin 1973.

1894: Tod von Anton Rubinstein, russischer Pianist, Komponist, Dirigent, Gründer des „Sankt Petersburger Konservatoriums“ (1862).

1889: Geburt von Edwin Powell Hubble, amerikanischer Astronom und Namensgeber des Hubble-Weltraumteleskops.

1907: Tod von Paula Modersohn-Becker, deutsche Malerin. Sie schuf über 750 Gemälde und 1’000 Zeichnungen und verstarb mit 31 Jahren nach der Geburt einer Tochter.

1910: Tod von Leo Tolstoi

Das Bild von Sergei Prokudin-Gorskii zeigt den Autor von „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“ zweieinhalb Jahre vor seinem Tod in Iasnaia Poliana. (Foto: Library of Congress, Washington)
Das Bild von Sergei Prokudin-Gorskii zeigt den Autor von „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“ zweieinhalb Jahre vor seinem Tod in Iasnaia Poliana. (Foto: Library of Congress, Washington)

1912: Geburt von Otto von Habsburg, deutsch-österreichischer Publizist, Schriftsteller, Politiker, Abgeordneter im Europäischen Parlament (1979–1999), Mitorganisator des „Paneuropäischen Picknicks“ (1989).

1913: Kaiser Wilhelm II. verbietet das Tango-Tanzen in Uniform wegen Anstössigkeit.

 

1914: Geburt von Toni Halter, Bündner Lehrer und Schriftsteller.

1914: Geburt von Emilio Pucci, italienischer Modedesigner.

1917: Geburt von Heiner Gautschy

„Hallo Beromünster, hier spricht Heiner Gautschy in New York.“ Mit diesen Worten wird der Radio-Journalist zur Ikone. Später gehr Gautschy zum Fernsehen und moderiert unter anderem die Sendung „Unter uns gesagt“. Das Bild zeigt ihn am 4. März 1978 mit Max Frisch und Kurt Furgler. 1994 endete Gautschys Fernsehkarriere abrupt. In einer Live-Sendung hat er Blick-Chefredaktor Peter Übersax recht unfreundlich in die Mange genommen. Das Fernsehen beschliesst daraufhin, Gautschy nicht mehr zu beschäftigen. Er stirbt am 28. Oktober 2009. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Str)
„Hallo Beromünster, hier spricht Heiner Gautschy in New York.“ Mit diesen Worten wird der Radio-Journalist zur Ikone. Später gehr Gautschy zum Fernsehen und moderiert unter anderem die Sendung „Unter uns gesagt“. Das Bild zeigt ihn am 4. März 1978 mit Max Frisch und Kurt Furgler. 1994 endete Gautschys Fernsehkarriere abrupt. In einer Live-Sendung hat er Blick-Chefredaktor Peter Übersax recht unfreundlich in die Mange genommen. Das Fernsehen beschliesst daraufhin, Gautschy nicht mehr zu beschäftigen. Er stirbt am 28. Oktober 2009. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Str)

1917: Die Ukraine erklärt sich unabhängig von Russland.

1923: Geburt von Nadine Gordimer, südafrikanische Nobelpreisträgerin für Literatur (verliehen 1991).

1925: Geburt von Robert F. Kennedy.

1936: José Antonio Primo de Rivera, der Anführer der spanischen Faschisten, wird von den Republikanern hingerichtet. Nachfolger ist Francisco Franco.

1942: Geburt von Joe Biden, von 2009 bis Januar 2017 unter Barack Obama Vizepräsident der USA, zuvor über drei Jahrzehnte Senator für den Bundesstaat Delaware (1973–2009).

1944: Geburt von Ernst Burren, Solothurner Mundartdichter.

1945: Beginn der Nürnberger Prozesse.

1947: Princess Elizabeth heiratet Philip Mountbatten.

1947: In Basel stirbt Wolfang Borchert, deutscher Schriftsteller (u. a. „Draussen vor der Tür“ 1947, „An diesem Dienstag“ 1947, „Nachts schlafen die Ratten doch“ 1947).

1948: Geburt von Barbara Hendricks, US-Musikerin.

1966: Im Kanton Zürich wird das Frauenstimmrecht abgelehnt.

1975: General Francisco Franco stirbt mit 82 Jahren. Zwei Tage später wird Juan Carlos zum König ausgerufen.

1977: In einer Rede vor der Knesset anerkennt Anwar as-Sadat das Existenzrecht Israels.

1989: Tod von Leonardo Sciascia, sizialianischer Schriftsteller.

2006: Amoklauf eines 18-Jährigen in einer Schule in Emsdetten: Fünf Personen werden verletzt. Der Amokläufer erschiesst sich.

2006: Tod von Robert Altmann, amerikanischer Regisseur.

2009: Ein Militärgericht spricht im Zusammenhang mit dem Lawinenunglück an der Jungfrau im Jahr 2007 zwei Bergführer frei. Sechs Rekruten waren gestorben.

2011: Bei den Ständeratswahlen im Kanton Bern wird SVP-Ständerat Adrian Amstutz abgewählt. Werner Luginbühl von der BDP bleibt Ständerat. Der SP-Mann Hans Stöckli zieht neu ins „Stöckli“ ein.

2011: Auf dem Tahrir-Platz in Kairo protestieren eine Woche vor den ersten freien Parlamentswahlen Tausende gegen das Militärregime. Es ereignen sich schwere Zusammenstösse mit dem Militär.

2013: Der deutsche Kabarettist Dieter Hildebrandt stirbt im Alter von 86 Jahren.

2015: In Bamako, der Hauptstadt von Mali, besetzen zehn bewaffnete Terroristen einer Splittergruppe von al-Kaida das Luxushotel Radisson Blu und nehmen 170 Menschen als Geiseln. Bei der Befreiungsaktion sterben 23 Hotelgäste und Angestellte. Auch drei Geiselnehmer kommen ums Leben.

2016: Sarkozy scheidet aus

Der frühere französische Staatspräsident und Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur 2017 gesteht seine Niederlage ein. Sarkozy hatte bei den Primärwahlen des Mitte-rechts-Bündnisses „Les Républicains“ lediglich 21 Prozent der Stimmen erhalten und damit nur den dritten Platz erreicht. 44 Prozent der Stimmen erhielt der frühere Ministerpräsident François Fillon. Den zweiten Platz mit 28 Prozent erreicht der als Favorit gehandelte frühere Ministerpräsident Alain Juppé. (Foto: Keystone/AP/Ian Langsdon)
Der frühere französische Staatspräsident und Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur 2017 gesteht seine Niederlage ein. Sarkozy hatte bei den Primärwahlen des Mitte-rechts-Bündnisses „Les Républicains“ lediglich 21 Prozent der Stimmen erhalten und damit nur den dritten Platz erreicht. 44 Prozent der Stimmen erhielt der frühere Ministerpräsident François Fillon. Den zweiten Platz mit 28 Prozent erreicht der als Favorit gehandelte frühere Ministerpräsident Alain Juppé. (Foto: Keystone/AP/Ian Langsdon)

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