Damals am 17. Oktober

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Damals am 17. Oktober

Von Journal21, 17.10.2019

Schlacht von Saratoga - Geburt von Georg Büchner - Geburt von Arthur Miller - Geburt von Marga Bührig - Tod von Lisa Wenger - Tod von Chopin - Massaker in Paris - Tod von Ingeborg Bachmann - Loma Prierta-Erdbeben in San Francisco

Herausgegriffen

1915: Geburt von Arthur Miller. Der Sohn jüdischer Eltern gilt als einer der brillantesten gesellschaftskritischen Schriftsteller und Damatiker seiner und unserer Zeit. Schon als 33-Jähriger erhält er den Pulitzer-Preis für sein Drama „Tod eines Handlungsreisenden“ (Death of a Salesman). Während des McCarthyismus und seiner krankhaften Kommunistenjagd wurde er als Linker verteufelt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. 1956 heiratete er Marilyn Monroe; die Ehe hielt lange fünf Jahre. Arthur Miller bezeichnete sich als Atheist und war in seinen letzten Jahren ein harscher Kritiker von George W. Bush. Er starb 2005. Das Bild zeigt ihn am 22. Juni 1956 mit Marilyn Monroe, eine Woche vor ihrer Hochzeit. (Foto: Keystone/AP)
1915: Geburt von Arthur Miller. Der Sohn jüdischer Eltern gilt als einer der brillantesten gesellschaftskritischen Schriftsteller und Damatiker seiner und unserer Zeit. Schon als 33-Jähriger erhält er den Pulitzer-Preis für sein Drama „Tod eines Handlungsreisenden“ (Death of a Salesman). Während des McCarthyismus und seiner krankhaften Kommunistenjagd wurde er als Linker verteufelt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. 1956 heiratete er Marilyn Monroe; die Ehe hielt lange fünf Jahre. Arthur Miller bezeichnete sich als Atheist und war in seinen letzten Jahren ein harscher Kritiker von George W. Bush. Er starb 2005. Das Bild zeigt ihn am 22. Juni 1956 mit Marilyn Monroe, eine Woche vor ihrer Hochzeit. (Foto: Keystone/AP)

Es geschah an einem 17. Oktober

1448: Im Kosovo beginnt die dritte Schlacht auf dem Amselfeld.

1610: Der neunjährige Louis XIII. wird in Reims zum König gekrönt.

1777: Schlacht von Saratoga im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Die Amerikaner schlagen die Briten.

1813: Geburt von Georg Büchner, deutscher Dramatiker (u. a. „Dantons Tod“ 1835, „Leonce und Lena“ 1836, „Woyzeck“ 1837). Er stirbt im Alter von 23 Jahren am 19. Februar 1837 in Zürich.

1877: Geburt von Emil Klöti, Schweizer Politiker (SP/ZH). 1902 tritt er in die SP ein. 1916 und 1917 präsidiert er die Sozialdemokratische Partei der Schweiz. Von 1928 bis 1942 ist er Stadtpräsident von Zürich. Klöti besiegt den demokratischen Stadtpräsidenten Hans Nägeli und verwandelt die Stadt in ein „rotes Zürich“. Er setzt sich für den genossenschaftlichen Wohnungsbau und für die „zweite Eingemeindung“ ein. Von 1919 bis 1930 sitzt er im Nationalrat, den er 1921/22 als erster SP-Nationalrat präsidiert. Von 1930 bis 1955 ist er Zürcher Ständerat. Klöti gehört dem gemässigten Flügel der SP an. 1929 und 1938 scheitert seine Wahl zum Bundesrat am Widerstand der bürgerlichen Mehrheit. Seine Verdienste um die „Landi“ 1939 bringen ihm die Ehrendoktorwürde ein. 

1888: In den USA erscheint die Erstausgabe des „National Geographic Magazine“.

1912: Beginn des ersten Balkankrieges: Serbien, Bulgarien und Griechenland erklären dem Osmanischen Reich den Krieg.

1912: Geburt von Johannes Paul I., 33-Tage-Papst vom 26. August 1978 bis zu seinem Tod am 28. September 1978 („Il Papa del sorriso/Der Papst des Lächelns“).

1913: Geburt von Edi Bär, Zürcher Komponist, Kapellmeister, Musiker und „Ländlerkönig“.

1913: Im Johannisthal bei Berlin stürzt das deutsche Marine-Luftschiff LZ 18 ab. 28 Menschen sterben.

1915: Geburt von Arthur Miller, amerikanischer Schriftsteller.

1915: Geburt von Marga Bührig, Theologin und Feministin, Leiterin des Evangelischen Tagungs- und Bildungszentrums Boldern. Sie stirbt 2002.

1918: Geburt von Rita Hayworth (Margarita Carmen Cansino), amerikanische Schauspielerin, Tänzerin, Sex-Symbol, Ehefrau unter anderem von Orson Welles. Das Magazin „Life“ nannte sie die „Liebesgöttin von Amerika“. Sie war der Inbegriff der Femme fatale. Schon 1934 wurde sie für den Film entdeckt, und zwar als Tanzpartnerin ihres Vaters. Im Laufe ihres Lebens wirkte Rita Hayworth an 60 Spielfilmen mit, wobei ihre grössten Erfolge in die 1940er Jahre fielen. Bis heute am bekanntesten ist der Film „Gilda“ von 1946.  In Filmmusicals trat sie als Tänzerin zusammen mit Fred Astaire und Gene Kelly auf. 1981 wurde bei ihr die damals noch wenig bekannte Alzheimer-Krankheit diagnostiziert, was diese Erkrankung erstmals ins öffentliche Bewusstsein rückte. Das Bild stammt von 1940. (Foto: Keystone/Anonymous)

1933: Albert Einstein verlässt das Deutsche Reich und zieht in die USA.

1933: Geburt von William Alison Anders, amerikanischer Astronaut. Beim ersten bemannten Flug zum Mond mit „Apollo 8“ nimmt er das berühmte Foto „Earthrise“ auf.



1933: Geburt von Soeur Sourire (Jeanine Deckers), belgische Nonne des Dominikanerordens und Chansonsängerin („Dominique“).

1941: In Carona im Tessin stirbt Lisa Wenger. Die Schweizer Künstlerin, Bilderbuchautorin und Malerin wurde vor allem mit dem Buch „Joggeli söll ga Birli schüttle“ (1908) bekannt. Ihre Tochter Ruth Wenger war kurz mit Hermann Hesse verheiratet.

1945: Geburtsstunde des Peronismus in Argentinien. Der inhaftierte Juan Perón wird von Gewerkschaftsvertretern befreit.

1948: In Paris stirbt im Alter von 39 Jahren Frédéric Chopin, französisch-polnischer Komponist von Klaviermusik, Pianist, Musikpädagoge.

1961: In Paris demonstrieren 30’000 Algerier. Die Polizei richtet ein Massaker an.

1972: Geburt von Eminem (Marshall Bruce Mathers III), amerikanischer Rapper und Produzent.

1973: Tod von Ingeborg Bachmann

Die 47-jährige österreichische Schriftstellerin starb in Rom. Eine brennende Zigarette hatte am 26. September ihre Römer Wohnung in Brand gesteckt. Bachmann erlag drei Wochen später ihren schweren Verbrennungen. Bekannt wurde sie vor allem durch ihren Gedichtband „Die gestundete Zeit“ und den Roman „Malina“ (1971). Bachmann galt als depressiv sowie als alkohol- und tablettenabhängig. Sie hatte ein langes, kompliziertes Verhältnis mit Max Frisch. Frisch proträtierte sie in seinem Roman „Mein Name sei Gantenbein“ als sich selbst überschätzendes und selbstherrliches Wesen. Diese Demütigung stürzte sie in eine Depression, die bis zu ihrem Lebensende anhielt. Sie warf Frisch vor, ihr Leben zerstört zu haben. (Foto: Keystone)
Die 47-jährige österreichische Schriftstellerin starb in Rom. Eine brennende Zigarette hatte am 26. September ihre Römer Wohnung in Brand gesteckt. Bachmann erlag drei Wochen später ihren schweren Verbrennungen. Bekannt wurde sie vor allem durch ihren Gedichtband „Die gestundete Zeit“ und den Roman „Malina“ (1971). Bachmann galt als depressiv sowie als alkohol- und tablettenabhängig. Sie hatte ein langes, kompliziertes Verhältnis mit Max Frisch. Frisch proträtierte sie in seinem Roman „Mein Name sei Gantenbein“ als sich selbst überschätzendes und selbstherrliches Wesen. Diese Demütigung stürzte sie in eine Depression, die bis zu ihrem Lebensende anhielt. Sie warf Frisch vor, ihr Leben zerstört zu haben. (Foto: Keystone)

1979: Geburt von Kimi Räikkönen, finnischer Rennfahrer, Formel-1-Weltmeister (2007).

1989: Loma Prierta-Erdbeben in San Francisco

Es ist das schwerste Erdbeben in San Francisco seit 1906. Es hat eine Stärke von 7,1 und dauert 15 Sekunden. Das Epizentrum befindet sich beim Berg Loma Prieta in den Santa Cruz Mountains. In San Francisco, Oakland, Santa Cruz und Watsonville entstehen Schäden im Wert von sechs Milliarden Dollar. 62 Menschen sterben. Die Sachschäden belaufen sich auf 6 Milliarden Dollar. Schwer beschädigt wird unter anderem die zweistöckige San Francisco-Oakland Bay Bridge. Ein Teil der oberen Fahrbahn stürzt auf die untere Fahrbahn. (Foto. Keystone/AP)
Es ist das schwerste Erdbeben in San Francisco seit 1906. Es hat eine Stärke von 7,1 und dauert 15 Sekunden. Das Epizentrum befindet sich beim Berg Loma Prieta in den Santa Cruz Mountains. In San Francisco, Oakland, Santa Cruz und Watsonville entstehen Schäden im Wert von sechs Milliarden Dollar. 62 Menschen sterben. Die Sachschäden belaufen sich auf 6 Milliarden Dollar. Schwer beschädigt wird unter anderem die zweistöckige San Francisco-Oakland Bay Bridge. Ein Teil der oberen Fahrbahn stürzt auf die untere Fahrbahn. (Foto. Keystone/AP)

2001: Der israelische Tourismusminister Rechaw’am Ze’ewi stirbt bei einem Attentat der Volksfront zur Befreiung Palästinas.
 

2012: Präsident Barack Obama gewinnt das zweite Fernsehduell gegen Mitt Romney. Damit hat sich Obama, der im ersten Duell schwach abschnitt, zurückgemeldet.

2017: Die französische Film- und Theaterschauspielerin Danielle Darrieux stirbt im Alter von 100 Jahren. In den Fünfzigerjahren gehörte sie zusammen mit Michèle Morgan zu den gefeiertsten französischen Stars. Sie trat in über hundert Filmen auf (u. a. „Mauvaise graine“ von Billy Wilder 1934, „Mayerling“ 1936, „The Rage of Paris“ 1938, „Der Reigen von Max Ophüls“ 1950). Ihre über 80-jährige Karriere ist eine der längsten in der Filmgeschichte. Mit dem Aufkommen der „Nouvelle Vague“ begann ihr Stern zu sinken. (Foto: Keystone/AP)

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