Damals am 17. Juli

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Damals am 17. Juli

Von Journal21, 17.07.2017

Ende des Hundertjährigen Krieges - Gründung des Schweizerischen Roten Kreuzes - Die Zarenfamilie ermordet - Geburt von Erich Gysling - „Potsdamer Konferenz“ - Tod von Walter Cronkite - Tod von Billie Holiday - Abschuss einer Boeing 777 über der Ostukraine

Herausgegriffen

17. Juli 2014: Eine Boeing 777-200 ER der Malaysia Airlines (Flug MH 17) wird über der umkämpften Ostukraine mit einer Rakete abgeschossen. Alle 298 Insassen, darunter 80 Kinder kommen ums Leben. Die Trümmer und Leichenteile sind auf einer Fläche von 35 Quadratkilometern verstreut. Pro-russische Separisten verweigern Hilfstrupps zunächst den Zugang zum Unglücksort und plündern persönliches Gepäck der Opfer. (Foto: Keystone)
17. Juli 2014: Eine Boeing 777-200 ER der Malaysia Airlines (Flug MH 17) wird über der umkämpften Ostukraine mit einer Rakete abgeschossen. Alle 298 Insassen, darunter 80 Kinder kommen ums Leben. Die Trümmer und Leichenteile sind auf einer Fläche von 35 Quadratkilometern verstreut. Pro-russische Separisten verweigern Hilfstrupps zunächst den Zugang zum Unglücksort und plündern persönliches Gepäck der Opfer. (Foto: Keystone)

Es geschah an einem 17. Juli

1453: Ende des Hundertjährigen Krieges: England verliert alle Gebiete in Frankreich. Nur Calais bleibt britisch.

1790: Tod von Adam Smith, schottischer Philosoph, Wirtschaftstheoretiker und Begründer der modernen Volkswirtschaftslehre.

1793: Charlotte Corday wird guillotiniert. Die Adlige hatte Jean-Paul Marat in der Badewanne erdolcht.

1866: In Bern wird das Schweizerische Rote Kreuz gegründet

Initianten sind Bundesrat Jakob Dubs und die Genfer IKRK-Mitglieder Gustave Moynier und Guillaume-Henri Dufour. Die Organisation nennt sich zunächst „Hülfsverein für schweizerische Wehrmänner und deren Familien“. Das Bild aus dem Jahr 1939 zeigt eine vom Roten Kreuz organisierte Gemüsesammlung auf dem Berner Bundesplatz. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Walter Henggeler)
Initianten sind Bundesrat Jakob Dubs und die Genfer IKRK-Mitglieder Gustave Moynier und Guillaume-Henri Dufour. Die Organisation nennt sich zunächst „Hülfsverein für schweizerische Wehrmänner und deren Familien“. Das Bild aus dem Jahr 1939 zeigt eine vom Roten Kreuz organisierte Gemüsesammlung auf dem Berner Bundesplatz. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Walter Henggeler)

1888: Geburt von Samuel Agnon, israelischer Nobelpreisträger für Literatur, Preisverleihung 1966.

1918: Zarenfamilie ermordet

Auf direkten Befehl Lenins dringt ein Kommando unter dem Tscheka-Offizier Jakow Jurowski in Jekatarinburg zur festgehaltenen Zarenfamilie vor. Um 01.30 Uhr eröffnet Jurowski das Feuer auf Nikolaus II. Er ist sofort tot. Die Frauen und der kleine kranke Alexis werden mit Kopfschüssen getötet, die 17-Jährige Anastasia wird mit einem Bajonett erstochen. Um den Tod von Anastasia (oder ihr mögliches Überleben) ranken sich zahlreiche Legenden. Das Bild zeigt die Zarenfamilie im Jahr 1913 (von links: Olga, Maria, Nikolaus, Alexandra, Anastasia, Sohn Alexei, Tatiana). Nikolaus war nach der „Februarrevolution“ 1917 gezwungen abzudanken. Er sah sich als autokratischen Herrscher, der nicht zu demokratischen Reformen bereit war, und liess auf die Aufständischen schiessen.
Auf direkten Befehl Lenins dringt ein Kommando unter dem Tscheka-Offizier Jakow Jurowski in Jekatarinburg zur festgehaltenen Zarenfamilie vor. Um 01.30 Uhr eröffnet Jurowski das Feuer auf Nikolaus II. Er ist sofort tot. Die Frauen und der kleine kranke Alexis werden mit Kopfschüssen getötet, die 17-Jährige Anastasia wird mit einem Bajonett erstochen. Um den Tod von Anastasia (oder ihr mögliches Überleben) ranken sich zahlreiche Legenden. Das Bild zeigt die Zarenfamilie im Jahr 1913 (von links: Olga, Maria, Nikolaus, Alexandra, Anastasia, Sohn Alexei, Tatiana). Nikolaus war nach der „Februarrevolution“ 1917 gezwungen abzudanken. Er sah sich als autokratischen Herrscher, der nicht zu demokratischen Reformen bereit war, und liess auf die Aufständischen schiessen.

1920: Geburt von Juan Antonio Samaranch, spanischer Sportfunktionär, 7. Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC, 1980–2001).

1935: Geburt von Donald Sutherland, kanadischer Schauspieler („MASH“ 1970, „Space Cowboys“ 2000, „The Italian Job“ 2003). 

1936: Geburt von Erich Gysling

Gysling, Journalist, Publizist, Reiseleiter, Redaktor bei der Weltwoche, war lange Jahre Leiter der Tagesschau des Schweizer Fernsehens, Tagesschau-Moderator, Chefredaktor und Chefkommentator. Das Bild zeigt ihn als Tagesschau-Moderator im Jahr 1985. (Foto: SRF)
Gysling, Journalist, Publizist, Reiseleiter, Redaktor bei der Weltwoche, war lange Jahre Leiter der Tagesschau des Schweizer Fernsehens, Tagesschau-Moderator, Chefredaktor und Chefkommentator. Das Bild zeigt ihn als Tagesschau-Moderator im Jahr 1985. (Foto: SRF)

1939: Geburt von Ajatollah Khamene’i, „Oberster Führer der Islamischen Revolution“, Nachfolger Ruhollah Khomeinis, seit 1989 Staatsoberhaupt und religiöser Führer Irans.

1939: Geburt von Milva, italienische Sängerin.

1942: Geburt von Trix Heberlein, Schweizer Anwältin, Politikerin (FDP/ZH), Nationalrätin (1991–2003), anschliessend bis 2007 Ständerätin für den Kanton Zürich.

1944: Tod von William James Sidis, amerikanisches „Genie“ mit geschätztem IQ von 250. Mit fünf Jahren sprach er acht Sprachen, mit elf Jahren wurde er Harvard-Student.

1945: Im Berliner Schloss Cecilienhof eröffnen Harry Truman, Winston Churchill und Josef Stalin die „Potsdamer Konferenz“. Sie dauert bis zum 2. August. Nach seiner Wahlniederlage wird Churchill von seinem Nachfolger Clement Attlee abgelöst. Als Grenze zwischen Deutschland und Polen wird – unter Vorbehalt einer friedlichen Gesamtlösung – die Oder-Neisse-Linie festgelegt. Damit gerät ein Viertel des deutschen Staatsgebiets unter polnische/sowjetische Verwaltung. Das „Potsdamer Abkommen“ führt letztlich zur Teilung Deutschlands.

1947: Geburt von Camilla (Camilla Rosemary Mountbatten-Windsor), zweite Ehefrau von Prinz Charles.

1948: In Zürich wird der Schweizer Theater- und Opernregisseur Luc Bondy geboren. Er ist der Sohn des österreichisch-ungarischen Publizisten und Essayisten François Bondy. Seine erste eigene Inszenierung realisiert er 1971 in Göttingen: „Der Narr und die Nonne“ von Stanisław Ignacy Witkiewicz. Der Durchbruch gelingt ihm 1973 am Residenztheater München mit Edward Bonds „Die See“. Weitere Stationen seines Wirkens sind unter anderem Frankfurt, Hamburg, Paris, Berlin. Von 2002 bis 2013 fungiert er als Intendant der Wiener Festwochen. In New York inszeniert er 2009 Puccinis „Tosca“ an der Metropolitan Opera. 2012 übernimmt er die Leitung des Pariser Théâtre de l'Odéon. Bondy stirbt am 28. November 2015 in Zürich. (Foto: Keystone)

1954: Geburt von Angela Merkel, deutsche Bundeskanzlerin seit dem 22. November 2005.

1959: Tod von Billie Holiday. Sie gehört mit Ella Fitzgerald und Sarah Vaughan zu den bedeutendsten amerikanischen Jazzsängerinnen.

1967: Tod von John Coltrane, amerikanischer Saxophonist. 

2009: Tod von Walter Cronkite, amerikanischer Journalist

Er verfolgte den Nürnberger-Prozess und war von 1946 bis 1948 Korrespondent in Moskau. Ab 1948 arbeitete er für den Fernehsender CBS. Von 1962 bis 1981 war er Chefmoderator der CBS Evening News. Jede Nachrichtensendung beendete er mit den Worten „And that’s the way it is“. Am 22. November 1963 berichtete er live über das Attentat auf Präsident Kennedy. 1969 moderierte er die Fernsehübertragung der Mondlandung. Immer wieder rappportiere er aus dem Vietnamkrieg. Die Fernsehzuschauer wählten ihn zum „Most Trusted Man“ in America. Seine letzte Sendung moderierte er am 6. März 1981. Sein Nachfolger wurde Dan Rather, der danach für 24 Jahre Anchorman der CBS Evening News bleiben sollte.
Er verfolgte den Nürnberger-Prozess und war von 1946 bis 1948 Korrespondent in Moskau. Ab 1948 arbeitete er für den Fernehsender CBS. Von 1962 bis 1981 war er Chefmoderator der CBS Evening News. Jede Nachrichtensendung beendete er mit den Worten „And that’s the way it is“. Am 22. November 1963 berichtete er live über das Attentat auf Präsident Kennedy. 1969 moderierte er die Fernsehübertragung der Mondlandung. Immer wieder rappportiere er aus dem Vietnamkrieg. Die Fernsehzuschauer wählten ihn zum „Most Trusted Man“ in America. Seine letzte Sendung moderierte er am 6. März 1981. Sein Nachfolger wurde Dan Rather, der danach für 24 Jahre Anchorman der CBS Evening News bleiben sollte.

2014: Über der umkämpften Ostukraine wird eine Boeing 777-200 ER der Malaysia Airlines (Flug MH 17) abgeschossen. Alle 298 Insassen kommen ums Leben.

Kommentare

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Wer das Journal 21 meistens erst am Abend studiert (? %), würde ein zusätzliches "Damals am..." für den Folgetag vielleicht schätzen, nein? Und Frühleser z.T. vielleicht auch? Wäre der Aufwand gross?

Ich wurde Anfang der 80er in Zürich von der damaligen Bewegung der „Unzufriedenen“ mit Eiern und Bierflaschen beworfen, weil ich mich mit Roger Schawinskis „Radio 24“ eingelassen hatte. Es hiess, ich sei ein „Kapitalisten-Schwein“. Ich hab's überlebt.

Polo Hofer, gestorben am 22. Juli 2017

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