Damals am 14. Juli

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Damals am 14. Juli

Von Journal21, 14.07.2020

Beginn der französischen Revolution - Erstbesteigung des Matterhorns - Tod von General Dufour - Tod von Grock - Tod von Jean Rudolf von Salis - Atomabkommen mit Iran - Amokfahrt in Nizza

Herausgegriffen

14. Juli 1865: Erstbesteigung des Matterhorns. Eine Siebnerseilschaft unter der Führung des Engländers Edward Whymper erklimmt den 4’478 Meter hohen Gipfel. Dabei sind auch die beiden Zermatter Bergführer Peter Taugwalder und sein Sohn Peter. Whymper besteht darauf, als Erster auf dem Gipfel zu stehen. Beim Abstieg reisst ein Seil und vier der Erstbesteiger (Croz, Hadow, Hudson und Douglas) stürzen in den Tod. Drei der Toten können am 19. Juli auf dem Matterhorngletscher geborgen werden. Die Leiche von Francis Douglas wird nie gefunden. Seit 1857 war immer wieder erfolglos versucht worden, das Matterhorn zu besteigen, meist von der italienischen Seite her. Whymper stürzte dabei einmal etwa 60 Meter ab. (Bild von Gustave Doré)
14. Juli 1865: Erstbesteigung des Matterhorns. Eine Siebnerseilschaft unter der Führung des Engländers Edward Whymper erklimmt den 4’478 Meter hohen Gipfel. Dabei sind auch die beiden Zermatter Bergführer Peter Taugwalder und sein Sohn Peter. Whymper besteht darauf, als Erster auf dem Gipfel zu stehen. Beim Abstieg reisst ein Seil und vier der Erstbesteiger (Croz, Hadow, Hudson und Douglas) stürzen in den Tod. Drei der Toten können am 19. Juli auf dem Matterhorngletscher geborgen werden. Die Leiche von Francis Douglas wird nie gefunden. Seit 1857 war immer wieder erfolglos versucht worden, das Matterhorn zu besteigen, meist von der italienischen Seite her. Whymper stürzte dabei einmal etwa 60 Meter ab. (Bild von Gustave Doré)

Es geschah an einem 14. Juli

1454: Geburt von Angelo Poliziano, italienischer Dichter der Renaissance.

1789: Quatorze juillet: Sturm auf die Pariser Bastille. Beginn der Französischen Revolution.

1795: Die Marseillaise wird französische Nationalhymne.

1817: Tod von Madame de Staël, französische Schriftstellerin.

1858: Geburt von Emmeline Pankhurst, britische Frauenrechtlerin, Suffragette, Mitgründerin der radikal-bürgerlichen „Women’s Social and Political Union“ (1903).

1862: Geburt von Gustav Klimt, österreichischer Maler.

1865: Erstbesteigung des Matterhorns.

1875: Tod des Genfers Guillaume-Henri Dufour, Schweizer General im letzten Schweizer Bürgerkrieg (Sonderbundskrieg 1847), Humanist, Kartograph, Mitbegründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK).

1881: Billy the Kid, amerikanischer Gesetzloser, einer der berühmtesten Figuren des „Wilden Westens“ wird von Sheriff Pat Garrett aus dem Hinterhalt erschossen. Im „Lincoln-County-Rinderkrieg“ soll Billy the Kid mehrere Morde begangen haben, mindestens vier, möglicherweise bis zu 19. Bei den Auseinandersetzungen kämpften Rancher und Geschäftsleute um die Vormachtstellung bei der Nahrungsmittelversorgung.

 

1886: Geburt von Ernst Nobs, Schweizer Bundesrat von 1943 bis 1951 (SPS/ZH). Nobs ist der erste Sozialdemokrat im Bundesrat. Er war zuvor Chefredaktor des „Volksrechts“, der grössten SP-Zeitung. Wegen seiner Aktivitäten beim Landesstreik war er von einem Militärgericht zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Er war Stadtrat, Regierungsrat und Stadtpräsident von Zürich. 1943 wird er im ersten Wahlgang in den Bundesrat gewählt und gehört dem Finanz- und Zolldepartement an. Seine Bundesfinanzreform scheitert. 

1902: In Venedig stürzt der Campanile auf dem Markusplatz ein.

1910: Geburt von William Hanna, amerikanischer Zeichentrickfilmer, Regisseur und Produzent. Zusammen mit Joseph Barbera gründet er das Filmstudio Hanna-Barbera (1957). Hanna ist der Erfinder von „Tom und Jerry“, „Yogi Bär“, „Familie Feuerstein“, „Die Jetsons“.

1913: Geburt von Gerald Ford (Republikaner), von 1974 bis 1977 38. US-Präsident. Er stirbt am 26. Dezember 2006.

1914: Eröffnung des 45 km langen Rhein-Herne-Kanals im Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen. 

1916: Geburt von Natalia Ginzburg (Pseudonym Alessandra Tornimparte), italienische Schriftstellerin (u. a. „La strada che va in città“ 1942, „Tutti i nostri ieri“ 1952, „Caro Michele“ (1973).

1918: Geburt in Uppsala von Ingmar Bergmann, schwedischer Theater- und Filmegisseur (u. a. „Das siebente Siegel“ 1957, „Das Schweigen“ 1963, „Szenen einer Eher“ 1973). Das Bild zeigt ihn 1955 während der Dreharbeiten für „Das Lächeln einer Sommernacht“. Er stirbt am 30. Juli 2007. (Foto: Keystone/AP/Scanpix)

 

 

1921: In Massachusetts werden die Anarchisten Ferdinando „Nicola“ Sacco und Bartholomeo Vanzetti schuldig gesprochen. Sechs Jahre später werden sie als Raubmörder hingerichtet.

1931: Der Ausflugsdampfer „St. Philbert“ gerät auf der Rückfahrt von der Île de Noirmoutier in einen schweren Sturm und sinkt. 480 Menschen sterben.

1939: Geburt von Karel, Gott, tschechischer Schlagersänger, „Die Biene Maya“. Er stirbt am 1. Oktober 2019. Er verkauft über 50 Millionen Tonträger. Er gehört zu den Künstlern, die sich offen gegen die demokratischen Ideen der Charta 77 aussprechen.

1939: Tod von Alfons Mucha, tschechischer Plakatkünstler, Grafiker, Illustrator, Fotograf des Jugendstils.

1945: Geburt von Clo Duri Bezzola, Schriftsteller der Rumantschia. Bezzola stirbt 2004.

1954: Tod von Jacinto Benavente y Martínez, spanischer Nobelpreisträger für Literatur, Preisverleihung 1922.

1958: Im Irak wird König Faisal II. ermordet. Die Monarchie wird abgeschafft.

1959: Tod von Grock

Der weltberuehmte Clown Grock 1954 bei einem Gastspiel mit seinem eigenen Zirkus in Zürich. Grock wurde als Adrien Wettach am 10. Januar 1880 in Loveresse im Kanton Bern geboren und erlernte dort schon in frühester Kindheit das Metier des Zirkuskünstlers. Seine letzte Vorstellung gab der wohl erfolgreichste Musikclown und Varietekünstler der Welt im Oktober 1954 in Hamburg. Grock, der zehn Sprachen sprach, starb in seiner Villa bei Imperia an der italienischen Riviera. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Str)
Der weltberuehmte Clown Grock 1954 bei einem Gastspiel mit seinem eigenen Zirkus in Zürich. Grock wurde als Adrien Wettach am 10. Januar 1880 in Loveresse im Kanton Bern geboren und erlernte dort schon in frühester Kindheit das Metier des Zirkuskünstlers. Seine letzte Vorstellung gab der wohl erfolgreichste Musikclown und Varietekünstler der Welt im Oktober 1954 in Hamburg. Grock, der zehn Sprachen sprach, starb in seiner Villa bei Imperia an der italienischen Riviera. (Foto: Keystone/Photopress-Archiv/Str)


1969: Beginn des „Fussballkrieges“ zwischen El Salvador und Honduras. Ohne Kriegserklärung bombardiert El Salvador Ziele in Honduras und marschiert 70 Kilometer tief ins Nachbarland ein. Der Angriff erfolgt 17 Tage nach dem Fussball-Qualifikationsspiel zwischen El Salvador und Honduras, das El Salvador 3:2 gewann. Die Ursachen des Angriffs haben aber mit Fussball wenig zu tun. Honduras hatte 300’000 Salvadorianer, die in Honduras arbeiteten, ausgewiesen. Das Verhältnis zwischen den beiden Staaten war seit Jahren gespannt. In beiden Staaten herrschten Militärregierungen, die die eigene Bevölkerung mit populistischer Propaganda aufpeitschten.
 

1969: Der Kultfilm „Easy Rider“ wird in den USA uraufgeführt. Zuvor war er am Filmfestival von Cannes gezeigt worden. Regie führte Dennis Hopper, der auch die Rolle des „Billy“ spielte. Zu den Schauspielern gehörten neben Hopper auch Peter Fonda und Jack Nicholson.

1990: Das Schweizer Fernsehen zeigt in einer 10-stündigen Live-Reportage die Besteigung des Matterhorns – 125 Jahre nach der Erstbesteigung.

1993: Tod von Léo Ferré, französischer Chansonnier, Poet, Komponist, Anarchist. Er gilt als einer der bedeutendsten Chansonniers des 20. Jahrhunderts.

1994: Tod von Robert Jungk, österreichischer Zukunftsforscher (u. a. „Die Zukunft hat schon begonnen" 1952).

1996: Tod von Jean Rudolf von Salis

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Historiker und Schriftsteller von Salis mit seiner jeden Freitag auf Radio Beromünster ausgestrahlten Sendung „Weltchronik“ weit über die Schnweiz hinaus bekannt. Ungeschminkt kommentierte er das Weltgeschehen und berichtete oft im Detail über die deutschen Kriegsverbrechen. Aus diesem Grund verlangte Hitler-Deutschland mehrmals seine Absetzung als Kommentator. (Foto: Keystone/Martin Rütschi)
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Historiker und Schriftsteller von Salis mit seiner jeden Freitag auf Radio Beromünster ausgestrahlten Sendung „Weltchronik“ weit über die Schnweiz hinaus bekannt. Ungeschminkt kommentierte er das Weltgeschehen und berichtete oft im Detail über die deutschen Kriegsverbrechen. Aus diesem Grund verlangte Hitler-Deutschland mehrmals seine Absetzung als Kommentator. (Foto: Keystone/Martin Rütschi)

2003: Tod von Compay Segundo, kubanischer Musiker, Mitglied des legendären „Buena Vista Social Club“.

2011: Der deutsche Medienmogul Leo Kirch stirbt 84-jährig.

2012: Die 16. Ausgabe der Lake Parade in Genf lockt 250’000 Technofans und Schaulustige ans Seeufer.

2014: Deutschland ist Fussball-Weltmeister

Nach dem Sieg Deutschlands über Argentinien im Final der Fussballweltmeisterschaft in Brasilien feiern Deutsche bis in die Morgenstunden. Das Bild stammt aus Frankfurt. (Foto: Keystone)
Nach dem Sieg Deutschlands über Argentinien im Final der Fussballweltmeisterschaft in Brasilien feiern Deutsche bis in die Morgenstunden. Das Bild stammt aus Frankfurt. (Foto: Keystone)

2015: Die fünf Veto-Mächte der Uno, Deutschland und Iran einigen sich nach 13-jährigem Hin und Her auf ein Atomabkommen. Iran verpflichtet sich, sein Atomabkommen drastisch zurückzufahren. Die Sanktionen gegen Iran sollen schrittweise fallen.

2016: Amokfahrt in Nizza

Der aus Tunesien stammende 31-jährige Mohamed Lahouaiej Bouhlel fährt nach den Feiern zum Quatorze juillet auf der Strandpromenade in Nizza in die Menge und tötet 84 Menschen. Die Amokfahrt dauert fast zwei Kilometer lang, dann wird Lahouaiej Bouhlel erschossen. Der „Islamische Staat“ übernimmt die Verantwortung.
Der aus Tunesien stammende 31-jährige Mohamed Lahouaiej Bouhlel fährt nach den Feiern zum Quatorze juillet auf der Strandpromenade in Nizza in die Menge und tötet 84 Menschen. Die Amokfahrt dauert fast zwei Kilometer lang, dann wird Lahouaiej Bouhlel erschossen. Der „Islamische Staat“ übernimmt die Verantwortung.

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