Damals am 13. September

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Damals am 13. September

Von Journal21, 13.09.2017

Schlacht bei Marignano - Beginn des Baus des Gotthard-Eisenbahntunnels - Arafat und Rabin unterzeichnen Oslo I - Tod von Roland Béguelin - Suizid von Walter Stürm - Tod von Daniel Keel - Tod von Otto Stich

Herausgegriffen

13. September 1515: Beginn der zweitägigen Schlacht bei Marignano südlich von Mailand. 45’000 französische und venezianische Truppen kämpfen gegen 22’000 Eidgenossen. Kampf um die Dominanz über das Herzogtum Mailand. Niederlage der Eidgenossen. Ende der eidgenössischen Expansionspolitik. Auf Seiten der Eidgenossen sterben bis zu 10’000 Kämpfer, auf Seiten der Franzosen und Venezianer bis zu 8’000. Das Fresko von Ferdinand Hodler zeigt den Rückzug der Eidgenossen.
13. September 1515: Beginn der zweitägigen Schlacht bei Marignano südlich von Mailand. 45’000 französische und venezianische Truppen kämpfen gegen 22’000 Eidgenossen. Kampf um die Dominanz über das Herzogtum Mailand. Niederlage der Eidgenossen. Ende der eidgenössischen Expansionspolitik. Auf Seiten der Eidgenossen sterben bis zu 10’000 Kämpfer, auf Seiten der Franzosen und Venezianer bis zu 8’000. Das Fresko von Ferdinand Hodler zeigt den Rückzug der Eidgenossen.

Es geschah an einem 13. September

81: Tod von Titus, römischer Kaiser.

1475: Geburt von Cesare Borgia, unehelicher Sohn von Papst Alexander VI., Renaissance-Fürst, Kardinal, Feldherr, Bruder von Lucrezia Borgia. Gestorben am 12. März 1507.


1513: Vertrag von Dijon: Der französische König Ludwig XII. sichert den Eidgenossen nach der verlorenen Schlacht von Novara das Herzogtum Mailand zu. Ohne die Ratifikation des Vertrags abzuwarten, ziehen die eidgenössischen Truppen ab. Der König widerruft den Vertrag.

1515: Beginn der zweitägigen Schlacht von Marignano. 45’000 französische und venezianische Truppen kämpfen gegen 22’000 Eidgenossen.

1592: Tod von Michel de Montaigne, französischer Schriftsteller.

1793: Geburt von Grigori Alexandrowitsch Potjomkin, russischer Feldmarschall, Vertrauter der russischen Zarin Katharina der Grossen. Laut der Legende baute er vor Inspektionsreisen mit der Zarin Attrappen auf („Potjomkinsche Dörfer“) und täuschte damit der Zarin besiedelte Gebiete vor. 

1819: Geburt von Clara Josephine Schumann, deutsche Komponistin, Pianistin der Romantik, Ehefrau von Robert Schumann.

1850: Erstbesteigung des Piz Bernina.

1858: Der deutsche Passagierdampfer „Austria“ brennt und sinkt. 417 Menschen sterben.

1860: Geburt des amerikanischen Generals John Pershing, Namensgeber der Pershing-Kurz- und -Mittelstreckenraketen.

1872: Baubeginn am Gotthard-Tunnel

Am Südportal in Airolo beginnen die Bauarbeiten am Gotthardtunnel. Am 24. Oktober werden sie am Nordportal aufgenommen. Gearbeitet wird in drei Schichten rund um die Uhr. Das Bild zeigt Bauarbeiter vor dem Portal in Airolo im Jahr 1880. Der 15 km lange Gotthard-Eisenbahntunnel wird am 22. Mai 1882 eingeweiht.
Am Südportal in Airolo beginnen die Bauarbeiten am Gotthardtunnel. Am 24. Oktober werden sie am Nordportal aufgenommen. Gearbeitet wird in drei Schichten rund um die Uhr. Das Bild zeigt Bauarbeiter vor dem Portal in Airolo im Jahr 1880. Der 15 km lange Gotthard-Eisenbahntunnel wird am 22. Mai 1882 eingeweiht.

1874: Geburt von Arnold Schönberg, österreichischer Komponist („Moses und Aron“ 1954).

1887: Geburt von Leopold Ružička

Leopold Ružička wird in Vukovar im heutigen Kroatien geboren. Der in Zürich eingebürgerte ETH-Chemie-Professor gewinnt 1939 den Nobelpreis. Er macht sich vor allem mit der Synthetisierung pflanzlicher und tierischer Riechstoffe einen Namen. Da 1939 Krieg herrscht, werden die Nobelpreise nicht in Stockholm verliehen, sondern in den jeweiligen Herkunftsländern der Geehrten. Ružička erhält den Preis am 16. Januar 1940 aus den Händen des schwedischen Botschafters in der Aula der ETH. Anschliessend begeben sich die Gäste ins Restaurant Huguenin an der Bahnhofstrasse. Der begeisterte Rosenzüchter Ružička lebt an der Freudenbergstrasse in Zürich und stirbt am 26. September 1976 in Mammern im Kanton Thurgau. (Foto: Bildarchiv ETH)
Leopold Ružička wird in Vukovar im heutigen Kroatien geboren. Der in Zürich eingebürgerte ETH-Chemie-Professor gewinnt 1939 den Nobelpreis. Er macht sich vor allem mit der Synthetisierung pflanzlicher und tierischer Riechstoffe einen Namen. Da 1939 Krieg herrscht, werden die Nobelpreise nicht in Stockholm verliehen, sondern in den jeweiligen Herkunftsländern der Geehrten. Ružička erhält den Preis am 16. Januar 1940 aus den Händen des schwedischen Botschafters in der Aula der ETH. Anschliessend begeben sich die Gäste ins Restaurant Huguenin an der Bahnhofstrasse. Der begeisterte Rosenzüchter Ružička lebt an der Freudenbergstrasse in Zürich und stirbt am 26. September 1976 in Mammern im Kanton Thurgau. (Foto: Bildarchiv ETH)

1916: Geburt von Roald Dahl, britischer Schriftsteller. Im Zweiten Weltkrieg dient er als Kampfpilot und ist Agent des britischen Geheimdienstes. Seinen Romanen und Kurzgeschichten liegt ein feiner schwarzer Humor zugrunde. Er stirbt am 23. November 1990.

1923: Der sehr rechtsgerichtete spanische General Miguel Primo de Rivera putscht sich an die Macht.

1924: Geburt von Maurice Jarre, französischer Komponist unter anderem von Filmmusiken (u.a. „Lawrence von Arabien“ 1963, „Doktor Schiwago“ 1966, „Reise nach Indien“ 1985, „Ghost – Nachricht von Sam“ 1991). 

1940: Geburt von Oscar Arias Sánchez, Präsident von Costa Rica, Träger des Friedensnobelpreises 1987 für seinen Beitrag zur Herstellung eines dauerhaften Friedens in Mittelamerika.

1950: Die BRD zählt 47 Millionen Einwohner.

1956: Geburt von Alain Ducasse, französischer Starkoch.

1966: Geburt von Maria Furtwaengler, deutsche Schauspielerin.

1993: Rabin und Arafat unterzeichnen in Washington das Abkommen Oslo I.

1993: Tod von Roland Béguelin

Jurassischer Unabhängigkeitskämpfer, Gründer des separatistischen „Rassemblement jurassien“. Schon als Student machte sich Béguelin stark für eine Abtrennung der schweizerisch-jurassischen Gebiete vom Kanton Bern. Während der Zeit der gewaltsamen Aktionen der jurassischen separatistischen Jugendorganisation „Béliers“, die von Béguelin unterstützt wurde, traf Bundesrat Kurt Furgler 1974 mit ihm zu einem Geimtreffen zusammen. Nachdem die Unabhängigkeit der jurassischen Nordbezirke beschlossen worden war, wurde er Vizepräsident der verfassungsgebenden Versammlung des zukünftigen Kantons. Nach der Unabhängigkeit des Kantons Jura sass er im jurassischen Parlament und wurde dessen erster Präsident. Er kämpfte bis zu seinem Tod für die Aufnahme der beim Kanton Bern verbliebenen jurassischen Südbezirke in den Kanton Jura. (Foto: Keystone)
Jurassischer Unabhängigkeitskämpfer, Gründer des separatistischen „Rassemblement jurassien“. Schon als Student machte sich Béguelin stark für eine Abtrennung der schweizerisch-jurassischen Gebiete vom Kanton Bern. Während der Zeit der gewaltsamen Aktionen der jurassischen separatistischen Jugendorganisation „Béliers“, die von Béguelin unterstützt wurde, traf Bundesrat Kurt Furgler 1974 mit ihm zu einem Geimtreffen zusammen. Nachdem die Unabhängigkeit der jurassischen Nordbezirke beschlossen worden war, wurde er Vizepräsident der verfassungsgebenden Versammlung des zukünftigen Kantons. Nach der Unabhängigkeit des Kantons Jura sass er im jurassischen Parlament und wurde dessen erster Präsident. Er kämpfte bis zu seinem Tod für die Aufnahme der beim Kanton Bern verbliebenen jurassischen Südbezirke in den Kanton Jura. (Foto: Keystone)

1999: Ein achtstöckiges Gebäude an der Kaschira-Strasse in Moskau wird durch einen Bombenanschlag völlig zerstört: 118 Menschen sterben. Die Anschlagserie, die Moskau Mitte August 1999 erschüttert und bei der über 300 Menschen sterben, gibt Präsident Putin Anlass zum Zweiten Tschetschenienkrieg.

1999: Ausbrecherkönig Walter Stürm begeht in seiner Zelle in Frauenfeld (TG) Suizid, indem er sich einen Kehrichtsack über den Kpf stülpte. Er befand sich in Isolationshaft. Zwischen 1974 und 1995 ist er acht Mal aus Gefängnissen und Zuchthäusern ausgebrochen. Bei der Bevölkerung erlangte er eine gewisse Popularität, weil er das Gefängnispersonal immer wieder an der Nase herumführte. Als er an Ostern aus der Strafanstalt Regensdorf bei Zürich ausbrach, hinterliess er einen Zettel mit der Aufschrift: „Bin beim Ostereier suchen, Stürm“. Ein Teil der links-alternativen Zürcher Jugendbewegung bewunderte Stürm als eine Art Robin Hood. Das Bild wurde am 27. März 1993 im Untersuchungsgefängnis in Brig, aufgenommen. (Foto: Keystone/René Ritler)

2000: Tod von Rolf Kauka, Vater von „Fix und Foxy“.

2011: Der Gründer des Diogenes Verlages, Daniel Keel, stirbt mit 81 Jahren. Die Schweiz verliert eine der wichtigsten Persönlichkeiten im Literaturbetrieb.

2012: Tod von Otto Stich

Otto Stich (SP/SO) war von 1984 bis 1995 Bundesrat. Er stand dem Eidgenössischen Finanzdepartement vor. Die SP-Fraktion hatte Lilian Uchtenhagen als Bundesrätin vorgeschlagen, überraschend wurde dann aber - nach einer „Nacht der langen Messer“ - ihr weniger links stehender Kollege Stich gewählt. Stich engagierte sich für eine soziale Staatsfinanzierung und kämpfte bei der Einführung der Mehrwertsteuer für einen höheren Steuersatz. Er führte die Schweiz in den Internationalen Währungsfonds und in die Weltbank. (Foto: Keystone)
Otto Stich (SP/SO) war von 1984 bis 1995 Bundesrat. Er stand dem Eidgenössischen Finanzdepartement vor. Die SP-Fraktion hatte Lilian Uchtenhagen als Bundesrätin vorgeschlagen, überraschend wurde dann aber - nach einer „Nacht der langen Messer“ - ihr weniger links stehender Kollege Stich gewählt. Stich engagierte sich für eine soziale Staatsfinanzierung und kämpfte bei der Einführung der Mehrwertsteuer für einen höheren Steuersatz. Er führte die Schweiz in den Internationalen Währungsfonds und in die Weltbank. (Foto: Keystone)

2015: In der westlichen ägyptischen Wüste zwischen den Oasen Farafra und Baharija beschiesst ein ägyptischer Militärhelikopter eine mexikanische Touristengruppe und ihre ägyptischen Begleiter. Zwölf Menschen sterben. Die Helikopterbesatzung hatte die Touristen mit Terroristen verwechselt.

Kommentare

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