Damals am 10. Januar

Journal21's picture

Damals am 10. Januar

Von Journal21, 10.01.2019

„Alea iacta est“ - Scheidung von Napoleon und Joséphine - Geburt von Annette von Droste-Hülshoff - Geburt von „Crock“ - Tod von Buffalo Bill - Der erste „Tintin“ - van der Lubbe enthauptet - Tod von Coco Chanel - Tod von Claude Nobs - Tod von George Gruntz - Tod von David Bowie

Herausgegriffen

10. Januar 2016: Tod von David Bowie, englischer Musiker, Sänger, Produzent, Maler. Mit über 140 Millionen verkauften Tonträgern gehört er zu den einflussreichsten Musikern. Sein Vermögen wird auf über 900 Millionen Franken geschätzt. Verheiratet war er in zweiter Ehe mit dem somalischen Model Iman Abdulmajid (das Bild zeigt die beiden im Jahr 2002). Bowie starb an Leberkrebs zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag. Kurz davor hatte er noch das Album Blackstar veröffentlicht. Seine Krankheit hatte er der Öffentlichkeit 18 Monate lang verschwiegen. (Foto: Keystone/AP/Suzanne Plunkett)
10. Januar 2016: Tod von David Bowie, englischer Musiker, Sänger, Produzent, Maler. Mit über 140 Millionen verkauften Tonträgern gehört er zu den einflussreichsten Musikern. Sein Vermögen wird auf über 900 Millionen Franken geschätzt. Verheiratet war er in zweiter Ehe mit dem somalischen Model Iman Abdulmajid (das Bild zeigt die beiden im Jahr 2002). Bowie starb an Leberkrebs zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag. Kurz davor hatte er noch das Album Blackstar veröffentlicht. Seine Krankheit hatte er der Öffentlichkeit 18 Monate lang verschwiegen. (Foto: Keystone/AP/Suzanne Plunkett)

Es geschah an einem 10. Januar

49 v. Chr.: Julius Cäsar überschreitet den Rubikon

Cäsar, der in Gallien kämpfte und von Pompeius als Konsul abgesetzt wurde, überquert von Norden her kommend mit etwa 5’000 Legionären den Rubikon in Nordostitalien. Der kleine Fluss bildet die Grenze zwischen der Provinz Gallia Cisalpina und dem italienischen Kernland. Cäsars Ziel ist es, in Rom Pompeius zu stürzen, der sich als Alleinherrscher aufspielt. Beim Überschreiten des Flusses wusste Cäsar, dass es jetzt kein Zurück mehr gab. Er soll gesagt haben: „Alea iacta est.“ (Der Würfel ist gefallen/geworfen.) (Historienbild nach einem ungenannten Gemälde)
Cäsar, der in Gallien kämpfte und von Pompeius als Konsul abgesetzt wurde, überquert von Norden her kommend mit etwa 5’000 Legionären den Rubikon in Nordostitalien. Der kleine Fluss bildet die Grenze zwischen der Provinz Gallia Cisalpina und dem italienischen Kernland. Cäsars Ziel ist es, in Rom Pompeius zu stürzen, der sich als Alleinherrscher aufspielt. Beim Überschreiten des Flusses wusste Cäsar, dass es jetzt kein Zurück mehr gab. Er soll gesagt haben: „Alea iacta est.“ (Der Würfel ist gefallen/geworfen.) (Historienbild nach einem ungenannten Gemälde)

1573: Geburt von Simon Marius, deutscher Astronom, Mathematiker und Arzt. Einen Tag nach Galileo Galilei entdeckt er die vier grössten Jupitermonde.

1769: Geburt von Michel Ney, französischer Feldherr, General unter Napoleon.

1778: Tod von Carl von Linné (Carl Nilsson Linnæus), schwedischer Naturwissenschaftler, Begründer der modernen botanischen und zoologischen Taxonomie.

1794: Tod von Johann Georg Adam Forster, deutscher Naturforscher, Ethnologe, Mitbegründer der Reiseliteratur. Er begleitete James Cook auf seiner Weltumsegelung („Reise um die Welt“ 1778).

1797 (10. oder 12. Januar): Auf Schloss Hülshoff bei Münster wird Annette von Droste-Hülshoff, deutsche Schriftstellerin und Komponistin, geboren (u. a. „Der Knabe im Moor“ 1842). Das Bild stammt von der 20 DM-Note. Droste-Hülshoff stirbt auf der Meersburg am Bodensee am 24. Mai 1848. 

1810: Napoleon und Joséphine lassen sich scheiden

Es ist die erste offiziell proklamierte Scheidung in Frankreich. Joséphine bricht zusammen, als ihr der Kaiser die Scheidung eröffnet. Eigentlich hätten sich die beiden laut dem von Napoleon 1804 erlassenen Code civil gar nicht scheiden lassen dürfen. Doch der Senat, der Napoleon wohlgesinnt war, erlaubte den Bruch. Die französische Kirche spielt ein klägliches Spiel. Der Kardinal, der die beiden getraut hatte, sei dazu gar nicht berechtigt gewesen, hiess es nun. Die Ehe sei deshalb gar nicht gültig gewesen. Trotzdem wehrt sich Papst Pius VII. gegen die Scheidung und exkommuniziert Napoleon. Daraufhin nimmt der Kaiser den Papst gefangen und heiratet Marie-Louise, die älteste Tochter von Kaiser Franz I. (Bild: Charles Abraham Chasselat)
Es ist die erste offiziell proklamierte Scheidung in Frankreich. Joséphine bricht zusammen, als ihr der Kaiser die Scheidung eröffnet. Eigentlich hätten sich die beiden laut dem von Napoleon 1804 erlassenen Code civil gar nicht scheiden lassen dürfen. Doch der Senat, der Napoleon wohlgesinnt war, erlaubte den Bruch. Die französische Kirche spielt ein klägliches Spiel. Der Kardinal, der die beiden getraut hatte, sei dazu gar nicht berechtigt gewesen, hiess es nun. Die Ehe sei deshalb gar nicht gültig gewesen. Trotzdem wehrt sich Papst Pius VII. gegen die Scheidung und exkommuniziert Napoleon. Daraufhin nimmt der Kaiser den Papst gefangen und heiratet Marie-Louise, die älteste Tochter von Kaiser Franz I. (Bild: Charles Abraham Chasselat)

1863: In London wird das erste Teilstück der Untergrundbahn eröffnet. Die „Tube“ ist die älteste Metro der Welt.

1868: Geburt von Carl Albrecht von Bernoulli, evangelischer Theologe, Schriftsteller. 

1880: Geburt von „Grock“ (Charles Adrien Wettach), Schweizer Clown, Akrobat und Komponist.

1898: Geburt von Sergei Michailowitsch Eisenstein, sowjetischer Regisseur (u. a. „Panzerkreuzer Potemkin“ 1925). 

1917: Tod von Buffalo Bill (William Frederick Cody), erfolgreicher Bison-Jäger und ebenso erfolgreicher Entertainer. Als Spion kämpfte er gegen die Indianer; am Warbonnet Creek skalpierte er einen Indianerhäuptling. Später verschrieb er sich dem Showbusiness und gründete die „Buffalo Bill’s Wild West Show“, die Szenen aus dem Wilden Westen nostalgisch und verzerrt aufbereitete. Er gewann auch Indianerhäuptlinge für die Auftritte, unter anderem Sitting Bull. Mit seinen Künstlern und Tieren trat Buffalo Bill auch mehrmals erfolgreich in Europa auf. 

1924: Geburt von Eduardo Chilida Juantegui, spanisch-baskischer Bildhauer. Unter anderem realisiert er die Skulptur „Berlin“ vor dem deutschen Bundeskanzleramt (2002).

1927: „Metropolis“ von Fritz Lang wird in Berlin uraufgeführt.

1927: Geburt von Otto Stich (SP/SO), Schweizer Bundesrat von 1984 bis 1995. Stich steht dem Eidgenössischen Finanzdepartement vor. Die SP-Fraktion hat Liliane Uchtenhagen als Bundesrätin vorgeschlagen, überraschend wird dann – nach einer „Nacht der langen Messer“ – ihr weniger links stehender Kollege Stich gewählt. Er engagiert sich für eine soziale Staatsfinanzierung und kämpft bei der Einführung der Mehrwertsteuer für einen höheren Steuersatz. Er führt die Schweiz in den Internationalen Währungsfonds und in die Weltbank. Er stirbt am 13. September 2012. (Foto: Keystone)

1929: In Brüssel veröffentlicht Hergé erstmals in der Brüsseler Zeitung „Le Vingtième Siècle“ ein gezeichnetes „Tintin et Milou“-Abenteuer: „Tintin au pays des Soviets“.

1934: Hinrichtung in Leipzig von Marinus van der Lubbe, anarchistisch-kommunistischer niederländischer Arbeiter, der 1934 im brennenden Reichstag in Berlin festgenommen wurde. Seine Schuld am Reichstagsbrand wurde von Anfang an angezweifelt. 

1939: Geburt von Scott McKenzie (Philip Wallach Blondheim), amerikanischer Sänger („San Francisco/Be Sure to Wear Some Flowers in Your Hair“ 1967).

1945: Geburt von Rod Stewart, britischen Sänger und Songwriter („Sailing“ 1975, „Baby Jane“ 1983, „All for Love“ 1993). 

1947: Geburt von Peer Steinbrück, SPD-Politiker, deutscher Finanzminister von 2005 bis 2009. Bei der Bundestagswahl 2013 unterliegen er und seine SPD der CDU/CSU mit Angela Merkel.

1949: Geburt von George Foreman, amerikanischer Schwergewichts-Boxweltmeister (1973–1974)

Im „Rumble in the Jungle“ (1974) wird Foreman, der als unbesiegbar gegolten hatte, von Muhammad Ali bezwungen. Der Kampf findet in Kinshasa (Zaire) statt. Diktator Mobutu finanziert das Spektakel als Werbung für sich und sein Land. Box-Promotor Don King organisiert den Auftritt. In einem musikalischen Rahmenprogramm treten Miriam Makeba, James Brown, B. B. King, The Spinners und The Crusaders auf. Muhammad Ali gewinnt den Kampf in der 8. Runde. Das Bild zeigt Foreman am Boden. (Foto: Keystone/AP/Jim Boudier)
Im „Rumble in the Jungle“ (1974) wird Foreman, der als unbesiegbar gegolten hatte, von Muhammad Ali bezwungen. Der Kampf findet in Kinshasa (Zaire) statt. Diktator Mobutu finanziert das Spektakel als Werbung für sich und sein Land. Box-Promotor Don King organisiert den Auftritt. In einem musikalischen Rahmenprogramm treten Miriam Makeba, James Brown, B. B. King, The Spinners und The Crusaders auf. Muhammad Ali gewinnt den Kampf in der 8. Runde. Das Bild zeigt Foreman am Boden. (Foto: Keystone/AP/Jim Boudier)

1951: Tod von Sinclair Lewis, Nobelpreisträger für Literatur (verliehen 1920).

1957: Tod von Gabriela Mistral, chilenische Nobelpreisträgerin für Literatur (verliehen 1945).

1970: In der Schweiz wird das Lotto eingeführt.

1971: In Paris stirbt die 1883 geborene Coco Chanel (Gabrielle Chasnel), französische Modedesignerin und Unternehmerin. Anfang der 1910er Jahre gründete sie ihr Modeimperium. Das „Time Magazine“ setzte sie 1999 auf die Liste der hundert einflussreichsten Menschen des 20. Jahrhunderts. Berühmt sind neben ihrer Haute Couture und dem „kleinen Schwarzen“ vor allem ihr Chanel Nº 5, das meistverkaufte Parfum der Welt. Der von ihr gegründete Konzern macht heute einen Umsatz von über 6 Milliarden Dollar. (Foto: Keystone)

1985: Daniel Ortega wird Präsident von Nicaragua. Die USA anerkennen das Wahlergebnis nicht.

1985: Tod von Anton Karas, österreichischer Zitherspieler, Komponist der Filmmusik zu Carol Reeds „Der dritte Mann“ (1949).

1989: Die kubanischen Soldaten beginnen, sich aus Angola zurückzuziehen.

2013: Claude Nobs, der Gründer des Montreux Jazz Festivals, stirbt mit 76 Jahren an den Folgen eines Langlauf-Unfalls.

2013: Der weltbekannte Schweizer Jazz-Pianist und Band-Leader George Gruntz stirbt im Alter von 80 Jahren.

2013: Beim Zusammenstoss zweier Züge bei Neuhausen (SH) werden 17 Personen verletzt, neun müssen sich im Spital behandeln lassen.

2015: In Rom stirbt Francesco Rosi, italienischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er drehte 20 Spiel- und Dokumentarfilme (u. a. „Christus kam nur bis Eboli“ 1979). Rosi wurde mit mehr als 30 internationalen Film- und Festivalpreisen ausgezeichnet, darunter befinden sich die Goldene Palme der Internationalen Filmfestspiele von Cannes, der Goldene Löwe des Filmfestivals Venedig sowie ein British Academy Film Award.

2017: Tod von Roman Herzog, von 1994 bis 1999 7. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland (CDU).

Kommentare

Die Redaktion von Journal21.ch prüft alle Kommentare vor der Veröffentlichung. Ehrverletzende, rassistische oder anderweitig gegen geltendes Recht verstossende Äusserungen zu verbreiten, ist uns verboten. Da wir presserechtlich auch für Weblinks verantwortlich sind, löschen wir diese im Zweifelsfall. Unpubliziert bleiben ausserdem sämtliche Kommentare, die sich nicht konkret auf den Inhalt des entsprechenden Artikels oder eines bereits aufgeschalteten Leserkommentars beziehen. Im Interesse einer für die Leserschaft attraktiven, sachlichen und zivilisierten Diskussion lassen wir aggressive oder repetitive Statements nicht zu. Über Entscheide der Redaktion führen wir keine Korrespondenz.

SRF Archiv

Newsletter kostenlos abonnieren

Das Historische Bild