Die landesweiten Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten schlugen in Frankreich in Gewalt um. Chaoten drangen in das Rathaus von Marseille ein, zündeten die Marie von Limoges an und verwüsteten die Residenz der Präfektin in Bordeaux. Laut Innenministerium wurden fast 2400 Menschen festgenommen. Knapp 1000 Polizisten wurden verletzt, sieben davon schwer. Die Polizei setzte ihrerseits Granaten gegen Demonstranten ein: In Saint-Étienne riss eine Granate einem 17-Jährigen die Hand ab. In Mulhouse verlor eine 17-Jährige ein Auge.
In einer knapp zehnminütigen Fernsehansprache hat Präsident Emmanuel Macron am Sonntagabend auf die Ausschreitungen vom Vortag in Frankreich reagiert. «Wir empfinden heute Abend alle Wut und Scham», sagte der Staatschef. Er forderte die Parteien auf, die Gewalt zu verurteilen und zur Ruhe aufzurufen.