Trotz fortgesetzten israelisch-amerikanischen Luftangriffen finden am Freitag in der iranischen Hauptstadt Teheran regimetreue Demonstrationen statt. Am sogenannten al-Kuds-Tag tragen diese Frauen Bilder des neu bestimmten obersten iranischen Führers Mojtaba Khamenei und seines getöteten Vaters Ali Khamenei vor sich her. Der neue Führer hat sich seit seiner Wahl bisher allerdings noch nicht selber in der Öffentlichkeit gezeigt. Über die Gründe für seine Abwesenheit kursieren unterschiedliche Spekulationen.
Zum einen wird vermutet, dass er aus Sicherheitsgründen angesichts der laufenden israelisch-amerikanischen Luftangriffe, durch die schon sein Vater vor zwei Wochen umgekommen ist, die Öffentlichkeit meidet. Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wiederum hat behauptet, Mojtaba Khamenei sei bei einem Luftangriff schwer verletzt worden und könne deshalb weder im Fernsehen noch in einer öffentlichen Veranstaltung auftreten.
Der vom schiitischen Regime in Teheran eingeführte al-Kuds-Tag findet jeweils am letzten Freitag des islamischen Fastenmonats Ramadan statt. Er richtet sich gegen die israelische Besetzung Ostjerusalems mit der für Muslime heiligen al-Aksa Moschee und gegen die Existenz Israels überhaupt. Der al-Kuds-Tag wird auch von schiitischen Gemeinschaften in anderen Ländern wie Pakistan oder Indonesien und Indien begangen.