Ein junger Mann steht in Kiew vor seinem zerbombten Haus und weint. Putin hatte letzte Woche während der Feier zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein erbärmliches Bild abgegeben. Aus panischer Angst vor ukrainischen Drohnenangriffen wurden die Feierlichkeiten auf ein Minimum reduziert. Putin verschwand anschliessend sofort in einem gepanzerten Wagen. Diese Schmach wollte er nicht auf sich sitzen lassen. Aus Rache liess er Hunderte Raketen und Drohnen auf Kiew abfeuern.
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe hat Russland innerhalb von 24 Stunden 1428 Drohnen auf Ziele in Kiew und andern ukrainischen Städten abgeschossen. Auch Cruise Missiles und Bomber wurden eingesetzt. Laut ukrainischen Berichten wurden 95 Prozent der russischen Drohnen und Raketen im Flug abgeschossen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spottete über Putin, was den Kreml-Herrscher offenbar in Rage versetzte. Selenskyj sagte zynisch, er werde den Roten Platz während der Parade nicht angreifen und lasse Putin seine Feier feiern.
Die Ukraine hat sich seit 2022 zu einem der weltweit wichtigsten «Laboratorien» für moderne Drohnenkriegsführung entwickelt. Besonders bei der Drohnenabwehr, der elektronischen Kriegsführung und der Entwicklung günstiger Drohnen hat das Land enorme Fortschritte gemacht. Im Kampf gegen Raketen ist die Ukraine aber nach wie vor auf westliche Technologie angewiesen.
Rund 30 Menschen wurden bei den jüngsten russischen Angriffen getötet.