Benjamin Netanjahu war am Montag, 29. Dezember 2025, zu Besuch bei Donald Trump in dessen Residenz Mar-a-Lago. Obwohl Netanjahu wiederholt militärische Aktionen in Gaza anordnet, was dem Friedensabkommen widerspricht, äusserte Trump keinerlei Kritik, sondern überhäufte Netanjahu in der gemeinsamen abschliessenden Pressekonferenz mit Lob.
Nur einige Halbsätze deuteten darauf hin, dass man sich am Montag nicht in allen Dingen einig war. Die Beziehung zum israelischen Ministerpräsidenten könne nicht besser sein, sagte Trump gleich zu Beginn. «Wir haben gerade einen grossen Krieg zusammen gewonnen.» Netanjahu sei ein Held, der in Kriegszeiten einen phänomenalen Job gemacht habe. Netanjahu wiederum nannte Trump den besten Freund, den Israel je im Weissen Haus gehabt habe.
Amerikanische Medien hatten vor dem Treffen unter Berufung auf Quellen aus dem Weissen Haus berichtet, in Washington sei man unzufrieden mit Netanjahu weil dieser den Friedensprozess hinauszögere. Dagegen meinte Trump, er mache sich keine Sorgen «über irgendetwas, das Israel tut».