Erschöpft nach geschlagener Schlacht: Luiz Inácio Lula da Silva (Keystone/AP/Andre Penner)
In einem sensationellen Endspurt gelang es dem linksgerichteten brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, das Blatt zu wenden. Völlig unerwartet und entgegen fast allen Prognosen der wichtigen Auguren gewinnt der bald 81-jährige Lula zum vierten Mal die Präsidentschaft.
Gemäss dem Obersten Wahlgericht erzielte Lula 51,75 Prozent der Stimmen; der rechtsradikale, 45-jährige Flávio Bolsonaro kommt auf 48,25 Prozent. Die Stimmendifferenz ist doch so gross, dass es der unterlegene Bolsonaro schwer haben wird, das Ergebnis anzuzweifeln (so wie es Trump bei Niederlagen zu tun pflegt).