Japan begeht den 15. Jahrestag des Erdbebens der Stärke 9,0 und des Tsunamis, die am 11. März 2011 die Nordostküste Japans heimgesucht und den Atomunfall im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi der Tokyo Electric Power Company ausgelöst haben. An mehreren Orten Japans wie hier in Rikuzentakata in der Präfektur Iwate im Norden Japans versammeln sich am 11. März zahlreiche Gruppen zu stillem Gedenken.
Geschätzt wird, dass das Erdbeben und der Tsunami 18’500 Tote und entsprechend mehr Verletzte gefordert haben. Als Reaktion auf die durch den Tsunami ausgelöste Reaktorkatastrophe beschloss die damalige deutsche Bundesregierung den Ausstieg aus der Kernenergie. Heute wird dies als Fehler angesehen, und die EU-Kommission gab gestern bekannt, dass sie den Bau kleinerer Kernkraftwerke energisch vorantreiben will.