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Eskalierende Proteste in Indonesien

Proteste Indonesien
Keystone/EPA, Mast Irham

In Jakarta und zahlreichen weiteren indonesischen Städten kommen seit Tagen die Proteste nicht zur Ruhe. Vor einem Polizeigebäude in Ost-Jakarta brannten mehrere Dienstfahrzeuge aus (Bild), in der Stadt Makassar im Osten Indonesiens setzten Demonstranten das Rathaus in Brand, wobei drei Menschen ums Leben kamen. Aufnahmen, die zeigten, wie ein Motorradfahrer bei einer früheren Kundgebung von einem Polizeiauto überfahren wurde, schürten die Wut. Die Kundgebung richtete sich gegen üppige Vergünstigungen für Abgeordnete. 

Die Massenproteste gegen die Regierung in Indonesien spitzen sich immer weiter zu. Seit Tagen gehen Menschen in der Hauptstadt Jakarta und anderen Landesteilen auf die Strasse. Sie demonstrieren gegen die Einführung hoher Entschädigungen für Abgeordnete, während Steuern und Inflation vielen Bürgerinnen und Bürgern zu schaffen machen.

Zuletzt gab es schwere Zusammenstösse mit der Polizei. Demonstranten warfen Brandsätze auf Einsatzkräfte, die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Hunderte Menschen wurden festgenommen.

Auslöser der Proteste war die Ankündigung des indonesischen Parlaments, den Abgeordneten zusätzlich zu ihren Gehältern eine monatliche Wohnzulage in Höhe von umgerechnet etwa 2’600 Euro zu zahlen – eine Summe, die den Monatslohn der meisten Indonesier um ein Vielfaches übersteigt. Begründung für die Zulage war, dass die Abgeordneten keine Dienstwohnungen mehr fänden und daher Anspruch auf eine Entschädigung hätten.

Gleichzeitig hatte die Regierung erst kürzlich strenge Sparmassnahmen verhängt, darunter Kürzungen bei öffentlichen Bauvorhaben, im Gesundheitswesen und im Bildungsbereich. Zusätzlich angeheizt wurde die öffentliche Empörung durch Videos von Politikern, die in sozialen Medien ihren luxuriösen Lebensstil zur Schau stellten.

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