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Beginn der eigentlichen Friedensverhandlungen USA–Iran auf dem Bürgenstock

Vance Bürgenstock
Keystone, Urs Flüeler

Eine Militärpolizistin und ihr Hund bewachen die Ankunft des Konvois mit US-Vizepräsident JD Vance im Bürgenstock Resort am Sonntag, 21. Juni 2026. Nachdem ein Rahmenabkommen für den Frieden diese Woche in Frankreich unterzeichnet wurde, treffen sich die Delegationen der USA und Irans auf dem Bürgenstock, um die Einzelheiten und technischen Belange eines Friedensabkommens zu diskutieren.

Der Kanton Nidwalden teilt hierzu mit: «Das Bürgenstock-Resort wird vor, während und nach dem Treffen überwacht. Dies dient dem Schutz der Teilnehmenden, aber auch der Sicherheit der Bevölkerung. Es finden Kontrollen statt. Gewisse Einschränkungen sind unumgänglich. Der Kanton dankt der Bevölkerung für das Verständnis. Die Anweisungen der Sicherheitskräfte sind zu befolgen.» 

Und weiter: «Auf den lokalen Zufahrtsstrassen zum Bürgenstock, aber auch auf Autobahnabschnitten in der Region kann es aufgrund der An- und Abreise von Teilnehmenden sowie Kontrollen zu Verkehrsbehinderungen kommen. Strassen werden temporär gesperrt, bleiben aber grundsätzlich offen. Es wird empfohlen, mehr Reisezeit einzuplanen. Die Verkehrsteilnehmenden auf der Nord-Süd-Achse werden gebeten, den Raum Luzern und Nidwalden über die Axenstrasse zu umfahren.»

Wenige Stunden vor den angesetzten Verhandlungen zwischen den USA und Iran in der Schweiz hat US-Präsident Donald Trump mit einer US-Maut in der Strasse von Hormus gedroht.

Während der 60 Tage geltenden Waffenruhe im Zuge der Rahmenvereinbarung mit Iran werde es in der wichtigen Meerenge keine Maut geben, erklärte Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. Sollte jedoch kein finales Friedensabkommen zustande kommen, könnten sich die USA so ihre Dienste als «Schutzengel» der Region vergüten lassen.

Iran hatte die für den weltweiten Handel wichtige Meerenge nach Beginn des Krieges mit den USA und Israel Ende Februar weitgehend blockiert.

Ein unter Vermittlung Pakistans und Katars ausgehandeltes Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran sieht vor, binnen 60 Tagen einen endgültigen Vertrag für eine umfassende Friedenslösung auszuhandeln. Die Absichtserklärung sieht auch eine Öffnung der Strasse von Hormus vor. Erste Schiffe passierten bereits die Meerenge.

Gestern teilte das iranische Militär dann mit, die Strasse von Hormus erneut gesperrt zu haben. Es begründete den Schritt mit Israels Angriffen im Libanon. Das US-Militär widersprach der Darstellung und bekräftigte, der Schiffsverkehr in der Meerenge laufe weiter.

Unterdessen stellt die israelische Armee Medienberichten zufolge ihre Angriffe im Libanon weitgehend ein. Sie folgt demnach einer Anweisung der Regierung. Ausgenommen davon ist angeblich die sogenannte Sicherheitszone, die sich von der israelischen Grenze nach Norden in den Libanon zieht. Dort würden weiter Ziele der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz attackiert, hiess es. Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht.

Iran hat die Einhaltung der Waffenruhe im Libanon zur Bedingung für einen Friedensschluss mit den USA gemacht.

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