Präsident Donald Trump weist das jüngste iranische Angebot zur Beendigung des Krieges als «völlig unannehmbar» zurück. Damit wird die Patt-Situation im Konflikt mit Iran erneut verlängert. In Washington fragt man sich, ob die Iraner überhaupt Interesse haben, die Feindseligkeiten bald zu beenden – oder ob sie bewusst auf Zeit spielen.
Ende März hatte Trump Iran ein Angebot zur Beendigung des Konflikts gemacht. Die iranische Führung liess die USA über eine Woche warten, bis sie auf dieses Angebot antwortete. Am Wochenende schliesslich erhielt Trump eine Antwort. Er bezeichnete sie auf seinem Truth-Social-Kanal als «TOTALLY UNACCEPTABLE».
Der Präsident warnte Teheran, dass Iran «viel Schmerz» bevorstehe, falls das Land den amerikanischen Vorschlägen nicht zustimme.
Trump scheint nach Angaben der New York Times jedoch wenig Interesse daran zu haben, die Feindseligkeiten wieder aufzunehmen – insbesondere nicht vor seinem Treffen in dieser Woche in Peking mit Chinas Präsident Xi Jinping. China unterhält enge Beziehungen zu Teheran.
Trump verhängte im vergangenen Monat einen unbefristeten Waffenstillstand. Dem Kongress sagte er, die Feindseligkeiten zwischen den beiden Ländern seien «beendet» – dies, obwohl die angespannte Konfrontation in der Meerenge von Hormuz fortbesteht. Einige Golfstaaten berichteten in den vergangenen Tagen ausserdem über Drohnenangriffe aus Iran.
Trump behauptete weiterhin, die Vereinigten Staaten hätten ihre militärischen Ziele erreicht. Doch sein eigentliches Kriegsziel – Iran dauerhaft am Besitz von Atomwaffen zu hindern – bleibt unerfüllt.
Trump sagte, ein Abkommen mit Teheran sei deshalb schwer zu erreichen, weil Iran nach der Tötung grosser Teile der Führung durch die USA und Israel eine stabile Führung fehle.
Auf die Frage am Donnerstag, ob Iran der amerikanischen Forderung zugestimmt habe, seine nuklearen Ambitionen aufzugeben, antwortete Trump zwar mit «Ja», fügte jedoch hinzu: «Wenn sie zustimmen, bedeutet das nicht viel, weil sie es am nächsten Tag wieder vergessen.»