Trumps Besuch in Davos brachte zwei Neuigkeiten. Er verlangt weiterhin Grönland, kündigt aber an, er werde keine Gewalt anwenden, um die Insel in die USA einzugliedern. Zweitens: Er gibt bekannt, dass die 10-Prozent-Zölle, die er für acht europäiche Staaten verhängen wollte, «vom Tisch seien». Ein Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte verlief offenbar verheissungsvoll. Die Schweiz behandelte Trump in Davos von oben herab und verspottete Karin Keller-Sutter. Ohne die USA wäre die Schweiz nicht die Schweiz, verkündete er.
Trump betonte am Abend, er habe bei einem «sehr produktiven Treffen» mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte einen «Rahmen» für eine Vereinbarung zu Grönland erzielt. Der potenzielle Deal umfasse nicht nur die Insel, sondern «tatsächlich die ganze Arktis-Region».
Die ausgehandelte Lösung werde, «sofern sie zustande kommt, eine grossartige sein, sowohl für die Vereinigten Staaten von Amerika als auch für alle Nato-Mitgliedsstaaten», erklärte Trump. Der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen zeigte sich erleichtert über die Ankündigung Trumps: «Der Tag endet besser, als er begonnen hat.»