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Iran

Mullahs in Nöten

12. Januar 2026
Teheran
Demonstranten tanzen und jubeln in Teheran. Das Bild stammt vom Freitag. (Keystone/User Generated Content/via AP)

Während die theokratische Regierung mit brutalem Eingreifen um ihr Überleben kämpft, erwägt Präsident Donald Trump, ob die USA in Iran militärisch eingreifen sollen. Die Proteste, die jetzt in die dritte Woche gehen, haben bisher laut Menschenrechtsorganisationen mindestens 500 Tote gefordert. Andere Quellen sprechen von mehr als 1000 Toten. Die Regierung hat das Land vom Rest der Welt völlig abgeschnitten.

Die herrschende Geistlichkeit Irans hat schon oft Massendemonstrationen überstanden. Doch die Machtposition des langjährigen Regimes scheint nun schwächer denn je. 

Der iranische Aussenminister erklärte, Teheran sei weiterhin «auf einen Krieg vorbereitet», aber bereit, mit den USA auf der Grundlage von «gegenseitigem Respekt und Interessen» zu verhandeln.

Trump wiederholte seine Unterstützung für die Protestbewegung. «Iran strebt nach FREIHEIT, vielleicht wie nie zuvor», schrieb er am Samstag in den sozialen Medien. «Die USA sind bereit zu helfen!!!» Weiter: «Das Militär prüft die Lage, und wir erwägen einige sehr entschiedene Optionen. Wir werden eine Entscheidung treffen.»

Am Wochenende hat die iranische Regierung eine totale Internetsperre verhängt. Die Telefonkommunikation wurde weitgehend lahmgelegt. Trotzdem sickern Informationen nach aussen. Videos zeigen Leichensäcke, die vor Spitälern gestapelt sind.

Entzündet hatten sich die Demonstrationen an den immer unerträglich werdenden wirtschaftlichen Missständen. Trump sagte auf die Frage von Reportern, die mit ihm in der Air Force One reisten, ob die iranischen Führer eine rote Linie überschritten hätten: «Es sieht so aus. Es scheint einige Menschen zu geben, die getötet wurden, die nicht getötet werden sollten.»

Bei den Demonstrationen, die am 28. Dezember nach einem Wertverfall der iranischen Währung begonnen hatten, geht es längst nicht mehr nur um die Wirtschaft. Schnell wurden Forderungen nach einem Sturz der autoritären religiösen Herrscher laut. Die Protestbewegung hat inzwischen nicht nur Städte, sondern selbst verarmte Orte im iranischen Hinterland erfasst.

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