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Hellmuth Karasek ist tot

30. September 2015
Journal21
Hellmuth Karasek mit Marcel Reich-Ranicki beim Museum Judengasse in Frankfurt/Main am 30. Mai 2010. (Foto: Keystone/EPA File/Frank Rumpenhorst)
Hellmuth Karasek mit Marcel Reich-Ranicki beim Museum Judengasse in Frankfurt/Main am 30. Mai 2010. (Foto: Keystone/EPA File/Frank Rumpenhorst)
Hellmuth Karasek ist am Dienstag im Alter von 81 Jahren in Hamburg gestorben.

Mehrere Jahrzehnte lang war er Literaturkritiker und Kulturjournalist bei der „Zeit“ und beim „Spiegel“. Dort viel er immer wieder mit seinen scharfen Analysen und dem Schalk auf, der seine Kritiken begleitete. Karasek war nie langweilig.

Einem breiten Publikum wurde er durch das „Literarische Quartett“ bekannt, das von 1988 bis 2001 unter der Leitung von Marcel Reich-Ranicki ausgestrahlt wurde. Reich-Ranicki starb am 18. September 2013. Beide haben im Gedächtnis ihrer Leser und Zuschauer unauslöschliche Spuren hinterlassen.

Hellmuth Karasek begnügte sich nicht mit der Rolle des Kritikers. Er schrieb auch Romane und verfasste unter dem Pseudonym Daniel Doppler Theaterstücke. Seine Erfahrungen bei „Spiegel“ verarbeitete er in dem Roman „Das Magazin“.

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